Hier werden unsere Bilder und Lieblingstexte einen Platz finden.

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Text zum Abschied                     Das Mondkind      

Mondkind 2 Teil                         Ein bißchen mehr Frieden

Einander Hoffnung geben           Fortlaufen zwecklos!

Belassene Fremdheit                   Naive Frage

Bewahre dich dir selbst              Freund

Immer wenn du meinst.....           Traummensch??

Lüge oder Wahrheit                   Weiterentwickelt!!!

Der träumende DelphinBitte lest diesen Beitrag mit etwas RUHE!! Es ist eine so super Geschichte, die etwas verlieren würde wenn ihr es nur überfliegt.

Etwas PC Spaß muß sein 1-3!    PC Spaß 4-6

PC Spaß 7-9                              PC Spaß 10-13

 

Abschied

Wir wünschen euch zum Abschied alles Gute Gesundheit und Sonnenschein sollen euch begleiten,und ihr sollt viele frohe Stunden erleben.

Aber noch viel mehr wünsche wir euch, dass auch an Regentagen die Sonne in eurem Herzen scheint und die Seele gesundet gleich ob ihr schönes oder trauriges erlebt.

Auch in dunklen und einsamen Stunden sollt ihr eurer selbst und der Menschen gewiss sein, die euch lieben, so dass ihr nichts wirklich fürchten müsst.

Das vor allem meinen wir wenn wir euch Glück wünschen auf eurem weiteren Weg.

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Das Mondkind

...oder: Warum der Mond so traurig ausschaut..

Viele Leute glauben, auf dem Mond gäbe es nur Kälte, Krater und Steine.Einige glauben zumindest, dass es dort einen Mann im Mond gibt.

Aber all das stimmt nicht. Oben auf dem Mond lebt das Mondkind.

Das Mondkind lebte vor vielen, vielen Jahren als Kind auf der Erde. Aber ihm ging es gar nicht gut dort. Es wußte nicht was mit ihm geschah, aber es spürte, das es nicht gut war. Irgendwann konnte es mit der *ngst und den Schm*rzen nicht mehr leben.

Und weil es niemanden auf Erden gab, der um das Kind trauerte oder auch nur eine Träne vergoß als es gest*rben war, erbarmte sich der Mond und nahm es zu sich.

Der Mond war gut zu dem Kind. Er tröstete und wiegte es. Erzählte ihm Geschichten und schenkte ihm sein Licht wenn es *ngst hatte. Und es hatte alle Sterne des Himmels zum spielen. Dem Mondkind ging es sehr gut und es war glücklich. Zum ersten mal in seinem Leben. Zum allerersten Mal.

Nur wenn das Mondkind zum zeitvertreib auf die Erde schaut, wird es sehr traurig....weil es viele, viele Mondkinder auf der Erde sieht. Und dann fängt es an zu weinen und noch am Morgen sieht man die Tränen auf Gräsern und Bäumen. Und nicht mal der Mond vermag es da zu trösten....

ENDE

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Das Mondkind, Teil 2

"oder wie der Kolibri zu seinen Farben kam"

Als also das Mondkind immer so furchtbar traurig war, wenn es auf Erden schaute, vermochte es der Mond nicht zu trösten. Weder mit wiegen, mit seinen Geschichten oder seinem matten Licht. Auch die Sterne brachten das Mondkind dann nicht zum Lachen.

Der gute alte Mond grübelte und grübelte...und wie er beim grübeln so auf die Erde schaute, sah er einen kleinen grauen Vogel, der mit seinem langen Schnabel recht lustig aussah. Das war ein Kolibri. Und der Mond dachte sich, dass das Mondkind vielleicht seine Freude an ihm haben könnte. War es doch schon recht einsam dort oben.

Und so kam es, das der Mond den kleinen Kolibri auf seinen Mondstrahlen in den Himmel zog. Der kleine Kolibri wunderte sich wie einfach das Fliegen auf einmal war...aber es flog höher und höher und weil der Mond nicht acht gab, direkt durch einen Regenbogen hindurch. Und als der Kolibri aus dem Regenbogen herauskam und auf dem Mond landete hatte er alle Farben des Regenbogens an seinem Gefieder. Das gefiel dem kleinen Kolibri und bedankte sich beim Mond. Auch das Mondkind war über dem bunten Besuch ganz erfreut und vergaß für einen Augenblick das weinen.

Und so kehrte der kleine Kolibri mit prächtig buntem Gefieder auf erden zurück. Zum Dank hatten nun alle Kolibris ein buntes Gefieder...weil der kleine Kolibri dem Mondkind ein Lachen geschenkt hatte.

Und das Mondkind wußte nun, dass es immer weinen würde wenn es andere unglückliche Kinder sehen würde... aber auch, das es sich trotzdem auch wieder an schönen Sachen erfreuen kann....so wie an den bunten Kolibri.

ENDE




 

 

Wir danken Monalisa für die Genehmigung Das Mondkind und Das Mondkind Teil 2 auf unserer HP zu veröffentlichen.


Diana dir danken wir für das malen und zur veröffentlichung geben ihrer Bilder dazu.


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Ein bißchen mehr Frieden

und weniger Streit

und viel mehr Güte

und weniger Neid

Ein bißchen mehr Wahrheit

immerdar

und viel mehr Hilfe

bei Gefahr

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Ein bißchen mehr Wir

und weniger ich

Ein bißchen mehr Kraft

nicht so zimperlich

Und viel mehr Blumen

während des Lebens

denn auf den Gräbern

blüh`n sie vergebens

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Einander Hoffnung geben heißt:

einander Mut machen, einander Leben geben.

Wir können die Wüste nicht aufeinmal verändern,

aber wir können anfangen mit einer kleinen Oase.

Wo eine Blume blühen kann,

werden eines Tages tausend Blumen stehen.

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Fortlaufen zwecklos!

Wo du auch bist

in dieser Welt,

DU WIRST IMMER

MIT DIR

ZU TUN HABEN

Vor dir selbst

gibt es keine

dauerhafte Flucht.

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So mancher gilt als

nicht ganz astrein,

faul,

fragwürdig,

undurchsichtig,

verdächtig,

verrufen,

unheimlich,

zweifelhaft,

anstößig,

halbseiden,

suspekt,

problematisch,

berüchtigt.

- Nur weil wir uns

oft nicht die Mühe machen,

seine Fremdheit kennenzulernen,

oder er uns dies aus Unsicherheit

verweigert.

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Naive Frage

Rohkost soll ja gesund sein!

 

Daher also die zunehmende Verrohung

der Menschen im Umgang miteinander?

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Bewahre dich selbst

Geh deinen Weg,

auch wenn du mal strauchelst,

Umwege machst,

dich gar verläufst

oder fällst.

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Auch wenn du

dir Beulen holst

und Schrammen,

wenn du Lehrgeld zahlst

und Nieten ziehst.

 

Geh nicht verloren

im Dickicht der Klischees.

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Nicht der, der mit dir lacht.

Nicht der, der mit dir weint.

Nur der, der mit dir fühlt

der ist dein rechter Freund

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Ein wahrer Freund trägt mehr zu unserem Glück bei,

als tausend Feinde zu unserem Unglück.

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Immer wenn Du meinst, es geht nicht mehr,

kommt von irgendwo ein Lichtlein her.

 

Daß Du es noch einmal wieder zwingst

und von Sonnenschein und Freude singst.

 

Leichter trägst des Alltags Last,

und wieder Kraft und Mut und Glauben hast.

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Traummensch

Der eine fügt etwas hinzu, was ich gar nicht bin,

der andere übersieht etwas, was ich sehr wohl bin.

Jeder baut mich so

zusammen,

zeichnet mein Bild so,

wie er es gerade gerne hätte.

Und dann werden die

selbstverständlich folgenden

Enttäuschungen

mir zur Last gelegt.

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Eine schöne Lüge ist immer schlechter als die Wahrheit

Das Heucheln in unserer Gessellschaft ist es,

was jedem und besonders feinfühligen Menschen

(wenn er nicht schon abgestumpft mitmacht)

schwer zu schaffen macht.

Viele Probleme, Verletzungen und Traurigkeiten wären nicht vorhanden,

wenn wir Menschen zueinander offen wären und

wenn wir die Wahrheit zuweilen ertragen könnten.

Es gibt einige Wahrheiten,

die sehr weh tun können,

wenn man bislang die Lügen geglaubt hat,

aber eine schöne Lüge ist immer schlechter als die Wahrheit.

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Wir sehen uns wieder, und du meinst,

den Menschen vor dir zu haben,

den du so leicht treffen und dann verletzen kannst.

 

Ich sehe, du packst schon wieder deine Waffen aus.

Doch diesmal, mein Freund, triffst du mich nicht.

Du kennst mich nicht mehr genau

und wirst dein Ziel verfehlen.

Weiterentwickelt!!!

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Easter Eggs Geheimnisvolle Gimmicks

Ostern ist vorbei, doch noch eine Überraschung für Sie in petto: Easter Eggs. Das sind keine Schokoeier, sondern versteckte Features, die Ihre Software für Sie bereithält. Wir helfen Ihnen suchen. Viel Spaß beim Ausprobieren!!!

1. Das verwahrloste Taxi (Word 97/2000)

Öffnen Sie ein neues Word-Dokument und schreiben Sie in eine leere Zeile "=rand()" (ohne die Anführungszeichen). Wenn Sie auf [Enter] drücken, erscheint der Satz: "Franz jagt in einem komplette verwahrlosten Taxi quer durch Bayern." Auch in der englischen Word-Version gibt es dieses Easter Egg; der Satz lautet dann: "The Quick Brown Fox Jumps Over The Lazy Dog". Der Sinn dieses Satzes ist inhaltlich fragwürdig, doch deswegen ist er nicht komplett nutzlos. Er enthält ausnahmslos alle Buchstaben des Alphabets. Sie können an Ihm also Schirftarten und Schriftgrößen testen. Wie oft der Satz dargestellt werden soll, können Sie selbst bestimmen, indem Sie eine Zahl in die Klammern schreiben. Bei der Angabe "=rand(100,1) schreibt Word in 100 Zeilen je einmal den Satz. Bis "=rand(200,99)" sind alle Variationen möglich.

2. Flugsimulator (Excel 97/8.0)

Nicht nur Word, sondern auch Excel hält Spannendes für Sie bereit - sogar weit aufregendere Dinge als die Textverarbeitung. Dafür ist es schwieriger zu entdecken. Öffnen Sie eine neue Arbeitsmappe und drücken Sie [F5]. Tragen Sie unter "Bezug" die Buchstabenkombination "X97:L97" ein und bestätigen Sie mit [Enter] oder [OK]. Betätigen Sie die Tabulatortaste, so dass zu M97 wechseln (das sehen Sie im Namenfeld oben links). Halten Sie dann [STRG] und [Shift] fest und klicken Sie mit der Maus auf das blau-gelb-rote Balkendiagramm-Symbol. Dann lehnen Sie sich einfach nur zurück und staunen Sie. Oder testen Sie, ob Sie ein guter Pilot wären. Wenn Sie genug geflogen sind, können Sie den Simulator mit [Esc] abbrechen.

3. Credits (Power Point 97/2000)

Öffnen Sie eine neue Präsentation und gehen Sie unter "?" zu "Info". Wenn Sie dann auf das Power Point-Logo klicken, erfahren Sie, wer an der Entwicklung des Programms mitgearbeitet hat. Credits sind beliebte Easter Eggs, da sich Mitarbeiter mit Ihnen selbst ein Denkmal setzen und so Ihr Produkt signieren.

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4. Kleeblatt-Cursor (Word 1997/8.0)

Wenn Ihnen Ihr Pfeil-Cursor zu langweilig ist, hat Word eine Alternative für Sie zu bieten: Ein Kleeblatt. Vielleicht bringt es Ihnen sogar Glück! Öffnen Sie ein neues Dokument und halten Sie [Strg] und [Alt], während Sie auf dem Ziffernblock die Taste [+] drücken. Ihr Cursor verwandelt sich nun in ein Kleeblatt. Für Word ist dieser Vorgang nur spaßig, sondern ein Zeichen, dass der Anpassungsmodus aktiviert ist. Aber Hauptsache, Sie haben Ihre Freude daran!

5. Foto des Programmierers (WinAmp ab Version 2)

Bei diesem Easter Egg haben Sie die Gelegenheit zu erfahren, wie der Programmierer Ihres Vertrauens aussieht. Öffnen Sie das "About"-Fenster, indem Sie auf das Symbol in der linken unteren Ecke klicken. Wechseln Sie in das Register WinAmp und halten Sie die Tasten [Umschalt] und [Alt] gedrückt, während Sie doppelt auf die "Copyright"-Zeile klicken.

6. Flipper (Word 97/8.0)

Wenn Sie dachten, dass Office-Produkte nur zum Arbeiten da sind, haben Sie sich geirrt. Ein ähnliches Highlight wie den Excel-Flugsimulator hält auch Word 1997 für Sie bereit. Öffnen Sie ein neues Dokument und tippen Sie das Wort "Blue" in die erste Zeile. Markieren Sie es und machen Sie es fett und blau. Ergänzen Sie dann ein Leerzeichen hinter dem Wort und öffnen Sie den Info-Dialog in der Menüleiste ("?" und "Info"). Klicken Sie dann auf die Grafik, die am linken Rand des Fensters erscheint. Viel Vergnügen beim Flippern! Übrigens: Um richtig spielen zu können, helfen die tasten [m] und [z] weiter.

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7. Godzilla (Internet Explorer 5)

Wussten Sie, dass Sie mit Godzilla ein gefährliches Monster Ihrem Rechner haben? Öffnen Sie den Internet Explorer und wählen Sie in der Menüleister unter "Extras" die "Internetoptionen". Im Register klicken Sie auf "Allgemein" und "Sprachen". Setzen Sie mit "Hinzufügen" eine neue Sprache mit dem Namen "ie-ee" ein und bestätigen Sie mit [OK]. Es erscheint das Fenster "Spracheinstellungen". Wählen Sie [nach oben] und Ihre neu hinzugefügte Sprache "Benutzerdefiniert ie-ee" rutscht nach oben. Dann gehen Sie in der Menüleiste Ihres Explorers auf "Suchen" und klicken Sie auf "Anpassen". Und schon sehen Sie das Ungeheuer in Ihrem PC!

8. The Amazing Fish Cam (Netscape Navigator)

Im Netscape Navigator erhaschen Sie zwar keinen Blick auf den Entwickler, dafür aber auf sein Aquarium. Drücken Sie, nachdem Sie den Navigator geöffnet haben, gleichzeitig die Tasten [Strg], [Alt] und [f] und Sie landen automatisch auf einer Netscape-Website mit einem Aquarium. Zu spielen gibt es leider nicht, Sie können aber den kleinen Wassertierchen beim Schlafen oder Essen zuschauen. Das ist ja auch etwas Feines.

9. informationen (Netscape Navigator)

Sie können eine Menge über Ihren Navigator erfahren, wenn Sie in die Adressleiste des Browsers "about:" eingeben. Nach "about:" sind folgende weitere Einträge möglich: document, plugins, memory-cache, copyright, license. Geben Sie "about:mozilla" ein, erfahren Sie, warum der Navigator von seinen Programmierern diesen Spitznamen bekommen hat. Am nettesten ist aber der Eintrag "about:dmose", denn dann sehen Sie den Netscape-Angestellten Dan Mosedale, der in Karlsruhe Informatik studiert hat und sich mit Logik, Komplexität und Deduktionssystemen auskennt. Wer Lust hat, kann ihm mailen. Probieren Sie es aus! Am Rande bemerkt: PS: Wenn Sie bei einem Kollegen in die Adressleiste eines Internet Explorers 4 oder 5, also dem Konkurrenzprodukt des Netscape Navigators, "about:mozilla" eingeben, sehen Sie nichts weiter als eine Blue Screen - das Zeichen für einen Systemabsturz.

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10. Jakob Maria Mierscheid (Homepage des Deutschen Bundestages)

Auch Politiker können im Rahmen Ihrer Möglichkeiten witzig und einfallsreich sein. Denn auf der Homepage des Deutschen Bundestages http://www.bundestag.de/ befindet sich unter den Biographien der Abgeordneten ein Herr Jakob Maria Mierscheid, seit 1979 Mitglied des Bundestages. Der "Schneidermeister ade" existiert jedoch nicht; er wurde vor über 20 Jahren von drei SPD-Politikern erdacht. Noch lustiger wird es, wenn Sie sich seine Biographie durchlesen. Dort gibt's eine Menge Infos zum Schmunzeln.

11. Moorhennenschießen (Spaceart Online)

Auf der Homepage von Spaceart Online http://www.spaceart-online.de/, einer Internet-Modellbaufirma, sind gleich drei Spiele versteckt. Sie finden Sie über das Logo in der Mitte der Page. Es besitzt zwei anklickbare Bereiche, und zwar auf der Spitze des "A" und unter dem Querbalken. Beim ersten Spiel müssen Sie Asteroiden zerschießen, mit dem zweiten Link kommen Sie zu den Moorhennen. Achtung: Die Biester fliegen verdammt schnell. Außerdem verbirgt sich hinter dem zweiten Link "Trekkieroids", das einen ähnlichen Aufbau hat wie das Asteroidenspiel PS: nicht vom Chef dabei erwischen lassen :-)

12. Toter Vogel (Netimpact)

Gehen Sie auf die Homepage der Firma Netimpact http://www.netimpact.de/ und warten Sie, bis das Intro beendet ist. In der rechten unteren Ecke des Fenster finden Sie das Copyright "© by Netimpact, Berlin". Im © verbirgt sich ein Easter Egg, das nur einen Bildpunkt groß ist. Klicken Sie darauf, und ein Vogel wird durch das Bild fliegen. Allerdings nicht lange ...

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13. Fehlerseite (Niklas Hill)

Besuchen Sie die private Homepage von Niklas Hill http://www.niklas-hill.de und klicken Sie auf das Logo in der linken oberen Ecke. Was nun erscheint, sieht auf den ersten Blick wie eine langweilige Fehlerseite aus, doch weit gefehlt! Lesen Sie sich den Text durch, und Sie wissen, warum. Er führt Sie unter anderem zu einem 4Gewinnt-Spiel, bei dem es allerdings schwer ist zu gewinnen.

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Der träumende Delphin (von Sergio Bambaren)

Eine magische Reise zu dir selbst
Den Träumern in uns allen
Mögen all deine Träume sich erfüllen, Träumer;
mögen sie dir stehts
Glück und Erkentnis bringen.

Vorwort
Der junge Delphin Daniel Alexander ist ein Träumer: er ist davon überzeugt, daß es mehr im Leben gibt als Fischen und Schlafen, und so verbringt er seine Tage damit, auf den Wellen zu reiten und nach seiner eigenen Bestimmung zu suchen.
Eines Tages spricht die Stimme des Meeres zu ihm und verkündet, Daniel werde den Sinn des Lebens finden, und zwar an dem Tag, an dem ihm eine perfekte Welle begegnet.

So beschließt der junge Delphin, das sichere Riff seiner Artgenossen zu verlassen. Auf seiner langen Reise trifft er nicht nur viele andere Fische und einige menschliche Wellenreiter, sondern schließlich auch die perfekte Welle.....Sergio Bamberan erzählt eine wunderbare Geschichte über unseren Mut, unsere Ängste und unsere persönlichen Grenzen - ein Plädoyer für die selbstbestimmte Suche nach dem Sinn des Lebens und die Realiesierung der eigenen Träume.
Erster Teil
Die ersten morgendlichen Sonnenstrahlen brachen durch den sich aufklärenden Himmel, unter dem sich die unberührte Schönheit einer einsamen Koralleninsel auftat, wie in eine Perle eingelassen in das tiefblaue Meer. Unweit der Insel hatte sich gerade ein tropisches Gewitter entladen, und das Meer klatschte in gewaltigen Wogen gegen das Riff. Der einst so stille Ozean war in eine tobende, gischtschäumende Brandung verwandelt. Plötzlich tauchte unter einer riesigen, fast schon brechenden Welle ein junger Delphin aus der Tiefe empor. Während er die über das Riff brandende Welle durchschwamm und mit angehaltenem Atem zwischen Wellental und Kamm balancierte, zog er eine weiße Spur hinter sich her. Langsam wölbte sich die immer hohler brechende Welle über ihm, bis er sich an dem Ort wiederfand, von dem alle Surfer träumen: dem Tunnel. Nachdem er die Wellenwand entlanggeschossen war, vollführte der einsame Delphin eine steile Kehrtwende und glitt dann mit einem eleganten Manöver aus der Welle hinaus. Dann beschloss er, dass er für diesen Morgen genug gesurft hatte, und schwamm erschöpft, aber glücklich zurück in die Lagune der Insel. Daniel Alexander Delphin und die Brandung waren unzertrennlich. Die vielen Sonnenauf- und Untergänge, die er jeden Morgen für Morgen und Abend für Abend betrachtete, und das viele Surfen, bei dem er stets jedes ‚Zeitgefühl verlor, hatten Daniel gezeigt, dass es nichts Wichtigeres in seinem Leben gab als jene Momente, in denen er auf den Wellen ritt. Daniel Delphin liebte das Surfen mehr als alles andere. Es war ihm in Fleisch und Blut übergegangen; und es gab ihm ein Gefühl von Freiheit. Durch das Wellenreiten konnte er auf eine einzigartige Weise mit dem Meer kommunizieren und erkennen, dass der Ozean nicht nur Masse sich bewegenden Wassers war, sondern etwas Lebendiges, das voller Weisheit und Schönheit steckte. Daniel Delphin war ein Träumer. Er war überzeugt, dass es im Leben mehr gab als Fischen und Schlafen, und so hatte er beschlossen, all seine Kraft darauf zu verwenden, im Wellenreiten und in der Weisheit des Meeres den wahren Sinn des Lebens zu finden. Das war sein Traum. Von Anfang an bescherte ihm diese Einstellung Probleme mit seinem Schwarm. Viele seiner Freunde konnten nicht verstehen, wonach er strebte. Jeden Morgen sahen die anderen, wenn sie sich zum Fischen aufmachten, Daniel zu, wie er auf das Riff zusteuerte, bereit, sich von neuem in die wellen zu stürzen. Wie konnte er nur soviel Zeit mit etwas verschwenden, das überhaupt nichts zu seinem Lebensunterhalt beitrug? Es war einfach verrückt. Als Daniel eines Abends aus der Brandung zurückkehrte, kam Michael Benjamin Delphin, sein bester freund, auf ihn zu und fragte ihn: Was tust du da eigentlich, Daniel? Warum setzt du im Riff dein leben aufs Spiel? Was willst du eigentlich beweisen?“
„Ich will überhaupt nichts beweisen. Ich will einfach nur wissen, was ich vom Meer und vom Wellenreiten lernen kann. Das ist alles.“
„Mein Gott, Daniel, viele Delphine, denen etwas an dir liegt, glauben, dass du früher oder später umkommen wirst. Auf kleinen Wellen zu reiten war ja noch lustig, als wir Jungen war, aber jetzt gehst du wirklich zu weit. Warum fängst du nicht einfach mehr Fische, anstatt ständig deine Zeit damit zu verschwenden, im Riff zu surfen?“
Daniel Delphin starrte seinen alten Freund an, und nach einem Moment des Schweigens sagte er:„Michael, schau dich doch einmal um. Unsere Welt ist voll von Delphinen, die Tag für Tag von morgens bis abends fischen. Ständig fischen sie. Sie haben keine Zeit mehr, ihr Träume zu verwirklichen. Anstatt zu fischen, um zu leben, leben sie nur noch um zu fischen.“
Daniel musste an früher denken: „Ich erinnere mich sehr gut an einem jungen, starken Michael Delphin, der stundenlang auf die Wellen starren und davon träumen konnte, selbst hoch oben auf einer dieser riesigen Wasserwände zu schweben. Jetzt sehe ich nur noch einen verschreckten Delphin, der ständig fischt und Angst davor hat, seine Träume auszuleben. Was kann denn wichtiger im Leben, als die eigenen Träume zu verwirklichen, ganz egal, wie sie aussehen?“
Er sah seinen Freund fest an. „Du musst in deinem Leben Zeit zum Träumen finden, Michael. Lass nicht zu, dass deine Ängste deinen Träumen im Weg stehen.
Michael war verwirrt, weil er im Grunde wusste, dass sein Freund recht hatte. Aber nichts lag ihm ferner als diese Vorstellung von einem Leben voller Träume. Er war schließlich kein Delphinbaby mehr, und an die Stelle von Träumen waren jetzt Pflichten getreten. War das nicht auch der grund, warum er fischte? Was würden außerdem die anderen Delphine denken, wenn sie ihn auf den Wellen reiten sähen? Wenn er sich an die Zeit als Surfer erinnerte, erschien sie ihm wie einen Teil seiner Jugend, wie etwas Vergangenes. Er hatte schon häufiger mit dem Gedanken gespielt, wieder einmal zu surfen, aber wenn er den ganzen Tag gefischt hatte, war er abends so müde, dass er immer einen guten Grund fand, es dann doch sein zu lassen. Michael sah seinen Freund an. Er versuchte, überzeugend zu klingen: „Eines Tages wirst du erwachsen werden, Daniel, und alles genauso sehen wie unser Schwarm. Es gibt keinen anderen Weg.“
Und damit war Michael fort. Daniel war sehr traurig, denn obwohl Michael sich seit der Zeit, als sie noch gemeinsam surften und immer auf der Suche nach neuen, geheimen Winkeln waren, sehr verändert hatte, liebte er ihn genauso wie damals. Er wusste, dass die Freude, die sie damals miteinander erlebt hatten, tief in seinem Herzen war, aber aus irgendeinem Grund hatte Michael aufgehört zu träumen. Daniel tat es in der Seele weh, aber er spürte, dass er nicht helfen konnte, um seinem Freund zu helfen. Er wusste, dass er auf Unverständnis stoßen würde, wenn er versuchte, sich den anderen mitzuteilen und ihnen das Freiheitsgefühl nahe zubringen, das er beim Wellenreiten empfand. Aber Daniel Delphin wusste auch, dass er die Faszination jenes Augenblickes, wenn er allein inmitten der endlosen Weiten seines geliebten Ozeans hoch oben auf einer Welle ritt, ihn nie wieder loslassen würde. Er hatte beschlossen, nach seinen eigenen Prinzipien zu leben, und obwohl er manchmal einsam war, bereute er nichts. In den folgenden Tagen und Wochen lernte Daniel viel dazu. Er verbrachte den ganzen Tag in der Brandung am Riff und vergaß manchmal sogar, eine Pause zu machen, um etwas zu essen. Und obwohl das Leben, das er gewählt hatte, ihn glücklich machte, wünschte er sich. Er hätte das, was er empfand, mit den anderen Delphinen seines Schwarms teilen können. „Wenn ich nur einen Weg finden könnte, ihnen klarzumachen, welches Freiheitsgefühl mich beim Wellenreiten packt“dachte er, „vielleicht würden sie dann begreifen, wie wichtig es ist, seinen Träumen nachzugehen.“
Aber vielleicht habe ich gar nicht das Recht, mich in ihr Leben einzumischen, ihnen vorzuschreiben, was richtig ist und was falsch?
Von jetzt an werde ich einfach versuchen, selbst so gut zu sein, wie ich kann. Es gibt immer noch viele Dinge, die ich beim Surfen herausfinden muss, ich werde also niemanden mehr belästigen.
Daniel war zufrieden mit seiner Entscheidung. Er würde einfach weiter seinen Träumen nachgehen, wie er es schon immer getan hatte.
Er schwamm zurück in Richtung Lagune, als er plötzlich eine Stimme hörte. Er konnte kaum verstehen, aber es waren eindeutige Worte, die ihm jemand zuflüsterte. In seiner Verwirrung verlor Daniel das Gleichgewicht und wurde beinahe ans Ufer gespült. Wer rief da nach ihm? Die Stimme klang so vertraut, als würde er sie seit jeher kennen. Er schaute um sich, doch er war eindeutig allein.
Jetzt bekam er Angst. verlangte die Einsamkeit - der Preis, den er für die Verwirklichung seiner Träume zahlte - ihren Tribut? War er verrückt geworden?
Und dann hörte er die Stimme noch einmal. Doch dieses Mal war sie klar zu vernehmen:

Es kommt eine Zeit im Leben,
da bleibt einem nichts anderes übrig.
Als seinen eigenen Weg zu gehen.
Eine Zeit, in der man die eigenen Träume verwirklichen muss.
Eine Zeit, in der man endlich für die eigenen Überzeugungen eintreten muss.

Daniel fühlte sich äußerst unbehaglich. Jemand, der offenbar seine Gedanken lesen und seine Seele durchleuchten konnte, kam da seinem größten Geheimnis auf die Spur.
"Wer bist du?"fragte er.
"Ich bin die Stimme des Meeres."
"Die Stimme des Meeres?"
Ja, Daniel. Du hast etwas erreicht, das andere Delphine sich nicht einmal vorstellen können. Und jetzt werden sich die harte Arbeit und das lange, einsame Üben in der Brandung, bei dem du immer deinen Traum vor Augen hattest, endlich auszahlen."
Und dann hörte Daniel Delphin jene Worte, die sein Leben ein für allemal verändern sollte. "Du hast viel gelernt, Daniel, und jetzt wird dein Leben in eine neue Phase treten, in der du die Antwort auf deine Träume finden wirst."
Die Stimme war klar und kräftig. Daniels anfängliche Angst war verschwunden, und er hörte die Worte nicht nur, sondern verstand sie auch. "Ich habe schon seit einiger Zeit versucht,mit dir in Kontakt zu treten und dir in schwachen Momenten zur Seite zu stehen. hab` keine Angst mehr. Solange du deinen Träumen nachgehst, werde ich immer dasein, um dir zu helfen. Vertraue deinem Instinkt, achte auf die Zeichen, die dir auf deinem selbstgewählten Weg begegnen werden, und du wirst dir deinen Traum erfüllen."
Die Stimme wurde langsam schwächer.
"Nein, warte bitte!" flehte Daniel. "Ich habe noch ein paar wichtige Fragen. Wohin soll ich jetzt gehen? Wie kann ich wissen, was ich tun soll? Und wie soll ich den wahren Sinn des Lebens finden?"
Mit der sanftesten Stimme, die Daniel je gehört hatte, sagte das Meer: Ich kann dir nur eines sagen. Daniel Alexander Delphin: Du wirst den wahren Sinn finden, und zwar genau an dem Tag, an dem du auf der perfekten Welle geritten bist."
"Auf der perfekten Welle? Was meinst du damit? Wie soll ich die finden?"
Und die Stime des Meeres drang direkt in Daniels Herz:
Gerade in der größten verzweiflung
Hast du die Chance,
dein wahres Selbst zu finden.
Genauso wie Träume lebendig werden,
wenn du am wenigstens damit rechnest,
wird es mit den Antworten auf jene Fragen sein,
die du jetzt nicht lösen kannst.
Folge deinem Instinkt
wie einem Pfad der Weisheit,
und laß Hoffnung
deine Ängste vertreiben.

"Du bist auf dem richtigen Weg, Daniel" sagte das Meer, "und jetzt muss ich gehen."

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Die Stimme verschwand. Es dauerte eine Weile, bis Daniel begriffen hatte, welch ein Geschenk er soeben empfangen hatte. Das Meer liebt mich genauso, wie ich es liebe, dachte er, und es hat all jene schönen Momente mit mir geteilt, genauso, wie ich es selbst immer empfunden habe. Jetzt wird es mich auch an seiner Weisheit teilhaben lassen. Und dieses neue Verständnis würde gewiß serin ganzes Leben verändern. Er wußte nicht wohin diese Offenbarung ihn führen würde, aber er wußte, daß er sich nicht mehr einsam fühlen würde. Nicht, solange er seinen Traum verfolgte .....
An diesem Nachmittag schwamm Daniel zurück zu seinem Schwarm. Alle Delphine waren da und machten sich wie üblich über ihn lustig. Seht mal, sagten sie, da kommt der Delphin, der nie erwachsen wird. Wie viele Fische hast du denn heute gefangen, Daniel? Aber Daniel war in Gedanken Lichtjahre von ihnen entfernt. Das Meer hatte ihn erleuchtet, und er war sich jetzt sicherer als je zuvor, daß er seinen Traum verwirklichen musste, jenen Traum, der ihm den wahren Sinn des Lebens zeigen würde.
Einige Monate waren vergangen., seit Daniel Delphin die Stimme des Meeres gehört und begriffen hatte, daß Träume dazu da sind, verwirklicht zu werden.
Inzwischen war seine Beziehung zum Meer immer enger geworden, und er hatte sich im Wellenreiten ungeheuer verbessert.
Er hatte herausgefunden, daß jede Welle, auf der er ritt, egal ob groß oder klein, ihren eigenen Charakter hatte und ihr eigenes Ziel verfolgte. Ob er es nun mit sanften Wellen an einem milden Tag oder mit einer drei Meter hohen, sich auf der ganzen Länge brechenden Welle zu tun hatte,
Daniels Haltung war immer die gleiche: Aus jedem Manöver versuchte er, etwas zu lernen, und anstatt enttäuscht zu sein, wenn Ihm was mißlang, bemühte er sich stets, das Beste daraus zu machen, indem er seinen Fehler erkannte und alles dransetzte, ihn bei der nächsten Welle zu vermeiden.
In einer zwei Meter hohen Bilderbuchdünung mit ablandigem WInd hatte das Meer ihm, nachdem er eine Welle jämmerlich verfehlt hatte, eine Lektion erteilt:

Die meisten von uns sind nicht in der Lage,
über ihre Mißerfolge hinwegzukommen;
deshalb gelingt es uns auch nicht,
unsere Bestimmung zu erfüllen.
Es ist leicht für etwas einzutreten,
das kein Risiko brigt.
So setzte Daniel in die Tat um, was ihn das Meer gelehrt hatte; er wurde ein immer besserer Wellenreiter und hatte nun eine weitere Lektion gelernt.
Daniel Delphin nutzte sein neues Wissen,um auch den Problemen entgegenzutreten, die ihm in seinem sonstigen Leben begegneten, und er stellte fest, daß alles einfacher wurde.
Tief in seinem Herzen wußte er, daß er durch alles, was er mit dem Meer teilte, letzlich etwas Wichtigeres erreichen konnte, das geistig gesehen viel höher stand als alles, was er bisher gesehen oder erlebt hatte.
Er war auf der Suche nach jener perfekten Welle,die ihm eines Tages zeigen würde, worin der wahre Sinn seines Lebens lag.
So versuchte Daniel in den folgenden Tagen zu verstehen, wohin sein Traum ihn führte.Anstatt nur zu versuchen, möglichst gut zu surfen, horchte er jedesmal, wenn er eine neue Technik beherrschte, die seinen Bewegeungen noch größere Freiheit verlieh, in sein Herz hinein.
Er gab sich die größte Mühe und achtete auf jedes Detail. Er hatte begonnen, auf dem äußeren Riff, einem Teil der Insel, über den hinaus sich kein Delphin vorgewagt hatte und zu dem jedem Mitglied seines Schwarms per Gesetz der Zugang verboten war, seine Experimente zu machen.
Just in dem Moment, als er vor lauter Verzweiflung schon aufgeben wollte, erinnerte er sich an die WOrte des Meeres:
Es kommt eine Zeit im Leben, da bleibt einem nichts anderes übrig, als seinen Weg zu gehen ...... Er dachte daran, wie er diese Worte der Weisheit zum erstenmal vernommen hatte; aber jetzt erst machte sich die Erkenntnis in seinem Herzen breit, und er begriff, was das Meer ihm hat sagen wollen.
Nun verstand er, wofür all das Üben und die vielen Stunden, in denen er an seiner Technik, seinem Selbstvertrauen und seiner Karft gearbeitet hatte, gut gewesen waren.
Er mußte den großen Sprung ins Unbekannte wagen, fort von der Sicherheit seines Riffs; dorthin, wo die Gesetze des Schwarms keinen Wert und keine Bedeutung mehr hatten. Um für sich den wahren SInn des Lebens zu finden, mußte Daniel Delphin alles hinter sich lassen, was ihn bisher eingeschränkt hatte.
Jetzt verstehe ich! sagte er mit triumphirender Stimme. Die perfekte Welle kommt nicht auf mich zu. Ich muss sie selbst finden! Diese neue Erkenntnis ließ Erinnerungen in Daniel hochkommen. Er dachte daran wie er als Delphinjunge dem Delphinältesten gelauscht hatte, der davon sprach, was es bedeutet, das Riff zu verlassen. Mit feierlicher Stimme hatter er gesagt:
Wir dürfen das innere Riff, das unsere Welt umschließt, nicht verlassen. Seit Anbeginn der Zeiten liegt es dort und hat und immer vor den Gefahren geschützt, die jenseits davon drohen. Wir müssen die göttliche Entscheidung respektieren, indem wir das Gesetz achten.
Komisch
dachte Daniel. Er hatte gelernt, den Delphinältesten und seine Überzeugungen zu respektieren und zugleich seinen eigenen Lebensprinzipien und dem, was das Meer ihn gelehrt hatte,zu folgen.
Würde der Delphinälteste es respektieren, wenn er eine Entscheidung traf, die alle Grundsätze, nach denen das Leben des Schwarms geregelt war, über den Haufen warf?
Daniel rechnete nicht damit. So beschloß er noch am selben Abend, niemanden zu erzählen, was er vorhatte und wohin er aufbrach. Er würde den Schwarm so still und heimlich verlassen, wie er es immer getan hatte, wenn er spät am Abend noch einmal zum Wellenreiten loszog.
Nur würde er dieses Mal nicht zurückkehren. Der Schwarm würde glauben, daß er, wie es ja alle prophezueit hatten, ertrunken war. Daß er dafür, ihren Rat nicht befolgt zu haben, mit dem Leben bezahlt hatte. Alle würden darüber reden, welche Konsequenzen es hatte, wenn man das Gesetz mißachte und sich nicht an Regeln hielt.
Den Tag, an dem Daniel Delphin sein geliebtes Riff hinter sich ließ, würde er niemals vergessen. Er hatte seinen Weggang gut vorbereitet und war sicher, daß er auf jedes kleinste Detail geachtet hatte. Das einzige, was ihn ein wenig betrübte, war der Gedanke daß unter all jenen Fremden, aus denen seinen Schwarm schließlich bestand, womöglich der eine oder andere Delphin doch traurig über die Nachricht seines angeblichen Todes sein würde, weil er tief in seinem Inneren geglaubt hatte, daß der verrückte Daniel vielleicht - und wirklich nur vielleicht - gar nicht so falsch lag.
Daniel fragte sich, ob er nicht doch noch ein bißchen bleiben sollte, nur für den Fall, daß es im Schwarm möglicherweise jemanden gab wie ihn, jemanden, der auch auf der Suche nach einem höheren Ziel im Leben war ......
Vielleicht bedeutet Liebe auch lernen,
jemanden gehen zu lassen,
wissen, wann es Abschiednehmen heißt.
Nicht zulassen daß unsere Gefühle dem im Weg stehen,
was am Ende wahrscheinlich besser ist
für die, die wir lieben
So brach Daniel an diesem Abend auf zum äußeren Riff. Sein einziger Zeuge war der Vollmond, der schwer am Himmel hing, sein einziges Ziel die Erfüllung seines Traums.
Er war ein wenig ängstlich, aber es hatte etwas Schönes, Herr seiner Ängste zu sein.
Es ist eine so herrliche Nacht, dachte er. Was soll da schon schiefgehen ? Er war zufrieden mit sich, denn was auch immer geschehen mochte, er nahm wenigstens sein Schicksal selbst in die Hand. In diese Nacht mußte Daniel nicht nur gegen die Gezeiten und Strömungen kämpfen, sondern auch gegen seine eigenen Zweifel.
Jetzt beginnt der harte Teil,
dachte er. Und er merkte, daß all die einsamen Stunden, in denen er sich geistig und körperlich vorbereitet hatte, ihm nun die Kraft gaben, nicht nur der ehrfurchtgebietendsten aller Wellen, sondern auch seinem eigenen Schicksal entgegenzutreten.

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Zweiter Teil
Am nächsten Morgen fand sich Daniel ALexander Delphin mitten in einem riesigen Ozean wieder. Da er nicht wußte, in welche Richtung er schwimmen sollte, ließ er sich einfach treiben.
Die größe dieses Ozeans, der sich jenseits seiner kleinen Insel erstrecke, überwältigte ihn. Heir war kein Riff oder Land in Sicht.Er war ein wenig verzagt. Was nun, jetzt, da er soweit gekommen war und sich selbst bis zum Äußersten getrieben hatte ?
Gab es denn sonst gar nichts um ihn herum ?
Trotzdem bereute er seine Entscheidung nicht.
Die ANgst, die er empfunden hatte, als er das Riff verließ, hatte sich gelegt, und jetzt, aleine inmitten dieser ungeheuren Weite, war er sicher, daß er den richtigen Weg eingeschlagen hatte, der zu einem Ort führte, von dessen Existenz er immer gewußt, obwohl er ihn niemals mit eigenen Augen gesehen hatte.
Während Daniel in solchen Gedanken versunken war, brach plötzlich neben ihm, wie von einer gewaltigen Kraft emporgeschleudert, eine ungeheure Wassermasse an der Oberfläche hervor.
Unter der Wasserfontaine erblickte er etwas Riesiges, das zehnmal so groß war wie er selbst. Er begriff sofort, daß er schon bei der geringsten Berührung zerquetscht werden würde.
Noch nie hatte er etwas Derartiges gesehen, aber er fühlte sich keineswegs ängstlich oder bedroht; merkwürdigerweise war es fast so, als sei plötzlich ein alter Freund aufgetaucht, unerwartet, aber willkommen.
Wer bist du ? fragte Daniel
Ich bin ein Buckelwal
Der freundliche Riedse schwamm weiter. Daniel mußte schnell schwimmen, um dicht bei ihm zu beleiben.
Was machst du ?
fragte Daniel
Ich ziehe nach Süden. Ich muß warme Gewässer erreichen, ehe der WInter einbricht.
Er wandte sich zu Daniel um.
Und was machst du hier mitten im Ozean ?
Ich verfolge einen Traum, sagte Daniel.
Ich habe vor einiger Zeit meinen Schwarm und meine Insel verlassen und bin auf der SUche nach der perfekten Welle, die mir zeigen wird, worin der SInn des Lebens liegt.
Alle Achtung vor deiner Entscheidung,
sagte der Wal.
Es war bestimmt schwer, deiner Welt den Rücken zu kehren, um einen Traum zu verfolgen.
Er sah Daniel an
Du mußt sehr vorsichtig sein auf deiner Reise. Gib acht auf alles, was du tust und siehst, adnn wirst du viel lernen. es geht nicht nur darum, deine Bestimmung zu erfüllen, sondern auch um die Reise selbst, die dir zeigen wird, welche Bedeutung die perfekte Welle hat und wie du sie finden kannst.
Deine Weisheit ist groß, sagte Daniel und ich danke dir, daß du mich daran teilhaben läßt.
Er wollte den Wal gerade fragen, welche Richtunger einschlagen sollte, als plötzlich eine schwarze Silhouette am Horizont auftauchte. Sie schien dicht über dem Wasser zu schweben und spuckte Rauch und Asche in die Luft.
Was ist das ? fragte Daniel.
Der Wal begann zu zittern. Große Angst stand ihm plötzlich ins Gesicht geschrieben, und dann schwamm er ohne Ankündigung in hohem Tempo davon.

Wie kann ein so freundlicher großer Riese nur so ängstlich sein ? was mag jemanden, der so groß ist,einen solchen Schrecken einjagen?
dachte Daniel. Er wurde plötzlich ganz traurig und bekam auch ein wenig Angst. Daniel holte den Wal wieder ein und fragte ihn, ob er ihm helfen könne,doch der freundliche Riese schwamm einfach weiter.Ehe er Daniel verließ, sagte er aber noch:
Hüte dich vor einem Geschöpf namens Mensch
Was meinst du damit? fragte Daniel
Ich kenne niemanden der so heißt. Auf meiner Insel sind wir, von ein paar freundlíchen Möwen einmal abgesehen, alle Delphine.
Hüte dich vor einem Geschöpf namens Mensch Das waren seine letzten Worte.
Ob der Mensch wohl ein böser Delphin ist?
In dem Moment spürte er, daß das Meer erneut zu ihm sprechen wollte. Er hielt inne und lauschte:
Neue Welten zu entdecken wird dir nicht nur Glück und Erkenntnis,
sondern auch Angst und Kummer bringen.
Wie willst du das Glück wertschätzen,
wenn du nicht weißt, was Kummer ist ?
Wie willst du Erkenntnis gewinnen,
wenn du dich deinen Ängsten nicht stellst ?
Letzlich die Grenzen in dir selbst zu überwinden
und soweit zu gehen, wie du dir
niemals hättest träumen lassen.
Durch diese erste Begegnung mit einem Wesen, das nicht zu seiner Insel gehörte, erkannte Daniel, daß die Welt gar nicht so klein war, wie man ihm erzählt hatte.
Seine Unwissenheit, so wurde ihm jetzt bewußt, rührte daher, daß er geglaubt hatte, was man ihn lehrte, ohne auch nur zu fragen, woher dieses Wissen stammte.
Seine Reise würde Daniel Delphin helfen, seinen Horizont zu erweitern und Dinge zu entdecken, von deren Existenz der Schwarm nicht einmal geträumt hätte !
Dreißig Tage und Nächte lang reiste Daniel Delphin durch sein geliebtes Meer. Er schwamm von morgens bis abends und vertraute stets auf seinen Instinkt, während er nach Zeichen Ausschau hielt, die ihn, wie das Meer es versprochen hatte, seiner Bestimmung entgegenführen würden.
Als er wieder den schwarzen Rauch am Horizont entdeckte, beschloß er, obwohl er sich noch gut an die Angst des Wales erinnerte, der Sache nachzugehen.
Während er sich der dunklen Silhouette näherte, bemerkte er, Daß das Wasser immer trüber und schmutziger wurde. Ein Ölfilm begann an seiner Haut zu kleben. Tote Fische trieben vorbei. Dieser Anblick war so grauenvoll, daß ihm ganz schlecht davon wurde.
Zuerst wollte er seinen Augen nicht trauen; diesem Ding gelang es irgendwie, mit Hilfe einer Art Netz alle Fische aus dem Wasser zu holen.
Einige davon dienten auch Daniels Schwarm als Nahrung, aber andere waren nicht eßbar!
Daniel sah ungläubig zu, wie auch einige tote Delphine ins Meer zurückgeworfen wurden.
Wie war so etwas möglich? Wer waren jene gefühllosen Geschöpfe, die ein so mörderisches Geschäft verrichteten?
Und dann erinnerte er sich wieder an die Worte des Wales:
Hüte dich vor einem Geschöpf namens Mensch
War dieses wesen vielleicht ein Teil des Bösen, das - wenn man dem Delphinältesten Glauben schenkte - jenseits des Riffs existierte?
Von nun an, dachte Daniel werde ich sehr vorsichtig sein. Am nächsten Morgen gönnte sich Daniel eine Pause.
Er war die ganze Nacht geschwommen, weil er sich so weit wie möglich von der schwarzen Silhouette, die alles Leben aus dem Meer sog, entfernen wollte.
Als er gerade seine Reise fortsetzen wollte, bemerkte er einen Fisch, der seinen Kopf aus dem Wasser heraus der Sonne entgegenstreckte.
Wer bist du ? fragte Daniel
Man nennt mich Sonnenfisch erwiderte der Fisch
Was für ein lustiger Name, dachte Daniel Was tust du, Sonnenfisch?
Nachts schlafe ich, und am Tage folge ich der Sonne. Seit ich lebe, versuche ich Tag für Tag, sie zu berühren, bisher leider ohne Erfolg. Aber ich weiß, daß ich es eines Tages schaffen werde.
Ist das dein Traum ? fragte Daniel
Ja, sagte der Sonnenfisch
Ich habe immer davon geträumt zu erfahren, wie warm die Sonne wohl ist, wenn sie die ganze Welt am Leben erhält.
Ich glaube nicht, daß es dir jemals gelingen wird, die Sonne zu berühren, sagte Daniel
Du bist dazu geboren, im Meer zu leben, und wenn du es verläßt, wirst du bestimmt sterben.
Jeden Morgen geht die Sonne am Horizont auf, ganz gleich, was ich tue. sagte der Sonnenfisch
Ich spüre ihre Wärme, und diese Wärme erinnert mich an meinen Traum. Was würdest du denn in meiner Lage tun? Würdest du aus Angst vor dem Tod deinen Traum aufgeben, oder würdest du weiter versuchen, die SOnne zu berühren?
Daniel konnte deises wunderbare Geschöpf einfach nicht anlügen.
Ich würde weiter versuchen, die Sonne zu berühren
sagte er.
Dann werde ich sterben, während ich versuche, meinen Traum zu verwirklichn, erwiderte der Sonnenfisch
Das ist immer noch besser als zu sterben, ohne es überhaupt versucht zu haben. Er starrte Daniel an.
Hast du auch einen Traum?
Ja die perfekte Welle zu finden, die mir zeigen wird, worin der Sinn des Lebens liegt, wenn ich auf ihr reite,
sagt Daniel, und in seinen Augen glomm ein sonderbares Licht.
Na, das ist ja mal ein Traum, sagte der Sonnenfisch.
Aber ich glaube, ich kann dir helfen. Bei meinen Reisen durchs Meer ist mir aufgefallen, daß die Wogen immer aus Richtung Westen kommen, weil sie von starken Winden getrieben werden, die vom äußersten Rand des Ozeans herüberwehen. Dort wirst du die Welle finden, die du suchst. Warte einfach, bis die Sonne unter geht, und folge ihr dann auf ihrem Weg ins Meer.
Daniel bedankte sich bei dem Sonnenfisch.Er war froh, an diesem Tag soviel erfahren zu haben.
Wir haben alle Träume,
dachte er.
Nur daß manche unermüdlich darum kämpfen, ihre Bestimmung zu erfüllen, wie hoch das Risiko auch sein mag, während andere ihre Träume einfach ignorieren, aus bloßer Angst zu verlieren, was sie besitzen. Ihnen wird niemals bewußt, welchen Sinn ihr Leben eigentlich hat.
Dem Rat des Sonnenfisch folgend, schwamm Daniel weiter gen Westen, immer auf die Stelle zu, wo Sonne und Meer sich bei Eintritt der Dunkelheit trafen, weil er tief in seinem Innern wußte, daß der Sonnenfisch eines jener Zeichen war, auf die zu hören ihm das Meer geraten hatte.
Es war nicht schwer für Daniel Delphin, dem Sonnenuntegang hinterherzuschwimmen. Die Evolution hatte ihn in Tausenden von Jahren mit der fähigkeit ausgestattet, auch Nachts zu sehen. Er konnte extrem hohe Töne entsenden, die von etwaigen Gegenständen vor ihm abprallten. So konnte er die Signale des Echos, das zu ihm hallte, entschlüsseln und sich aus den Klangwellen ein Bild machen.
Daniel war dadurch in der Lage, auch im Dunkel der Nacht und in den Tiefen des Ozeans Gegenstände wahrzunehmen.
Er schwamm weiter nach Westen, als er plötzlich vor sich eine Gestalt ausmachte. Vorsichtig näherte er sich dem Wesen.

Wer bist du?br> fragte er
Ich bin ein Hai, und eigentlich solltest du nichtmit mir sprechen. Wir essen Delphine. Du solltest Angst vor mir haben.
Was ich nicht kenne, fürchte ich nicht.
erwiderte Daniel
Der Hai zögerte. Kein Delphin hatte ihm jemals so etwas entgegnet.
Du solltest vorsichtig sein hier auf hoher See,
sagte der Hai.
Wo ist denn dein Schwarm ?
Der fischt bestimmt in der sicheren Lagune unserer Insel.
Und was tust du hier ganz alleine, ohne deinen Schwarm.
Ich verfoge meinen Traum. Ich suche nach der perfekten Welle.
Und wo willst du die finden ?
fragte der Hai.
Da bin ich mir nicht sicher. Ich weiß nur, daß ich in die richtige Richtung schwimme.
Er sah den Hai an.
Bist du auch ein Träumer ?
Das war ich einmal,
sagte der Hai mit trauriger Stimme.
das Leben war ungerecht zu mir. Es hat dafür gesorgt, daß alle Angst vor mir haben. Jedesmal wenn ich irgendwo auftauche, schwimmen alle anderen Geschöpfe davon, als koste es ihr Leben.
Das erinnert mich an meinen Schwarm,
sagte Daniel.
Jedesmal wenn ein Unwetter auf die Insel niedergeht, suchen alle Schutz in der Lagune. Das liegt an ihrer Angst vor dem Unbekannten. Sie merken nicht, daß man im Leben aus den schwierigsten Situationen die besten Lehren zieht.
Du hast keine Angst vor mir,
sagte der Hai.
Ich habe keine Angst vor dir, denn wenn du mich umbringen wolltest, hättest du es schon längst tun können. Aber vor allem fürchte ich mich deshaöb nicht vor dir, weil ich meinen Traum verfoge, weil ich weiß, daß meine Bestimmung erfüllen muß.
Ich wünschte ich könnte träumen wie du,
sagte der Hai.
Na, dann fang doch wieder damit an. Denk einfach wieder an deine Jugend. Erinnere dich daran, welche Gedanken dir früher Nachts den Schlaf geraubt haben.
Und was ist, wenn mir nicht mehr einfällt wie man träumt?
fragte der Hai.
Wenn du etwas von ganzen Herzen willst,
sagte Daniel.
Dann können dich nur deine eigenen Ängste aufhalten.
Willst du damit sagen, daß ich wieder anfangen kann zu träumen?
Wie jedes andere Geschöpf in dieser Welt,
antwortete Daniel.
Danke.
sagte der Hai.
Ich werde wieder träumen.
Er wollte schon wieder davonschwimmen, da drehte er sich noch einmal um und fragte:
Sagtest du nicht, daß du die perfekte Welle suchst ?
Ja,
sagte Daniel.
Nun, dann könntest du schon ziemlich dicht dran sein. Ich komme gerade aus dem Westen und habe gesehen, daß dort ein schöner Seegang aufkommt. Vielleicht ist die Welle, die du suchst, ja dabei.
Höre auf die Zeichen,
hatte das Meer gesagt.
Wie komme ich dahin ?
fragte Daniel.
halt dich weiter Richtung Westen und vertraue einfach deinem Instinkt,
sagte der Hai.
Und horch auf deine innere Stimme, denn die weiß genau, was du tun mußt, um dir deinen Traum zu erfüllen.
Zu diesem Zeitpunkt fehlte Daniel das Wellenreiten mehr als je zuvor.Er wurde langsam traurig in dieser Welt voller Fremder; er wußte ja nicht einmal, ob er seine wunderbare Insel jemals wiedersehen würde.
Er hatte geglaubt, die Welt würde lauter schöne Überraschungen bereiten, von denen tatsächlich einige erlebt hatte, aber eben auch einige unangenehme.
In dieser Stimmung war ihm plötzlich fast danach, zu seiner Insel zurückzukeheren.
Doch wie versprochen war das Meer zur Stelle, um ihm zu helfen:

Träume bedeuten vielleicht
ein hartes Stück Arbeit.
Wenn wir versuchen, dem auszuweichen,
können wir den Grund,
warum wir zu träumen begannen,
aus den Augen verlieren,
und am Ende merken wir, daß der Traum gar nicht mehr uns gehört.
Wenn wir einfach der Weisheit unseres Herzens
folgen, wird die Zeit vielleicht dafür sorgen,
daß wir unsere Bestimmung erfüllen.
Denk daran:
Gerade wenn du schon fast aufgeben willst,
gerade wenn du glaubst,
daß das Leben zu hart mit dir umspringt,
dann denk daran, wer du bist.
Denk an deinen Traum.

daniel war froh zu wissen, daß er, solange er weiter darum kämpfte, seinen Traum zu verwirklichen, niemals allein sein würde.
So schwamm er weiter, auf der Suche nach einem Ort, an dem er sich ein wenig ausruhen konnte.
Daniel sah, wie der alte Delphin von Westen herankam. Ruhig schwamm er durch die Weite des friedlichen, blauen Meeres.
Daniel schwann auf ihn zu. Da bemerkte der alte Delphin Daniel

Wie heißt du?
fragte er ihn mit sanfter Stimme.
Ich bin Daniel Alexander Delphin
Und was tust du so allein mitten im Ozean, Daniel Delphin ?
Ich verfolge meinen Traum
Sofort veränderte sich die Mine des alten Delphins.
Bist du derjenige, der die perfekte Welle sucht ?
fragte er. Er sprach diese Worte mit ruhiger, kräftiger Stimme.
Daniel konnte nicht glauben, was er da hörte.

Woher weißt du das ?
Aus dem gleichen Grund, aus dem wir beide wissen, daß das Leben aus mehr besteht als nur aus Fischen und Schlafen.
sagte er. Dem alten Delphin versagte plötzlich die Stimme.
Warum weinst du ?
Er sah Daniel fest an: Ich weine, weil ich glücklicher bin als je zuvor. Nach sovielen Jahren habe ich mir endlich meinen Traum erfüllt.
Was meinst du damit ?
fragte Daniel, der ihn nicht verstand.
Ich war einmal genauso jung und stark wie du, Daniel
sagte der alte Delphin.
Vor langer Zeit war ich ein Träumer wie du und stellte mir Fragen über das Leben, die mir nachts den Schalf raubten.
Was ist passiert ?
Eines Tages habe ich aufgehört davon zu täumen. Ich habe auf das Gesetz des Schwarms gehört anstatt auf die Stimme des Herzens. Und ich habe Angefangen, mich alt zu fühlen.
Aber mit dem ALter werden wir klüger,

setze der alte Delphin seine Rede fort.
Und so kam der Tag, an dem mir klar wurde, daß ich jetzt endlich meinen Traum ausleben mußte, auch wenn ich mir gar nicht sicher war, ob ich es schaffen würde. Ich hatte in meinem Leben schon zuviel Zeit vergeudet und war müde.
Aber ich spürte auch, da0ß ich nicht länger bei meinem Schwarm bleiben konnte, und so beschloß ich, trotzdem zu versuchen, meinen Traum zu verwirklichen.
Vor vielen Jahren habe ich mich auf die Reise gemacht und gelernt, daß es, je früher man beginnt, der Stimme des Herzens zu vertrauen, um so einfacher ist, seine Träume zu verfolgen.
Vor einiger Zeit,

fuhr der alte Delphin fort,
durchquerte ich den Ozean. Ich war verwirrter als je zuvor und dachte, daß die Idee, in meinem hohen Alter noch einen Traum zu verfolgen, ein Fehler war und daß es besser für mich gewesen wäre, beim Schwarm zu bleiben und auf meinen Tod zu warten.
Er starrte zum Himmel hoch.
Ich war schon soweit, aufzugeben und umzukehren, da hörte ich eine Stimme.
Er wandte sich zu Daniel:
Ich vermute, du hast sie schon gehört.
Ja
sagte Daniel. Er war glücklich, daß er zum erstenmal in seinem Leben sein Geheimnis mit jemanden Teilen konnte, der sich nicht über ihn lustig machte.
Die Stimme des Meeres .....
Ja,
platzte der alte Delphin voller Freude heraus.
Sie hat mir gesagt, daß es besser sei, auch noch im hohem Alter seinen Träumen zu folgen, als es gar nicht zu tun.
Er holte tief Luft:

sagte er, und eine seltsame Aura umgab ihn dabei.
Du hast mir noch nicht erzählt, wovon du eigentlich träumst,
sagte Daniel. Der Alte sah Daniel an:
Mein Traum war, einen jungen Delphin zu treffen, der mich an die Zeit erinnern würde, in der ich selbst ein Träumer war,
sagte er,
und ihm zu raten, die Chance in seinem Leben nicht zu vertun, egal, wie groß oder wie klein sie ist. Und ihm dabei zu helfen,sich seinen Traum zu erfüllen.
Was meinst du damit ?
fragte Daniel.
Wie willst du mir dabei helfen, daß sich mein Traum erfüllt ?
Ich komme gerade aus dem Westen, Daniel Delphin,
sagte er,
und ich habe die Dünung gesehen, in der du auf der perfekten Welle reiten wirst, jener Welle, die dir den wahren Sinn des Lebens zeigen wird. Nichts von alle dem, was ich aud meinen vielen Reisen gesehen habe, ist mit dem, was du sehr bald erleben wirst, auch nur vergleichbar.
Er drehte sich um, und Daniel sah seine Augen. Sie leuchteten wie Sterne am Himmel
Es ist keine sehr starke Dünung,
sagte der alte Delphin,
aber für dich wird sie etwas ganz besonderes sein ....

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Dritter Teil
Am viezigsten Tag, seit Daniel seine Insel verlassen hat, hörte er bei Sonnenuntergang ein vertrautes Geräusch, das ihn sogleich in großer Erregung versetzte. Ob es wirklich das war, was er annahm ?
Es war lange her. daß jener Zauber ihn das letztemal gepackt hatte, und so schwamm er in die Richtung, aus der das Tosen kam.
Er wollte seinen Augen nicht trauen. Zweihundert Meter vor ihm türmte sich das Wasser über einem Riff,wie er es imposanter zuvor noch nie gesehen hatte, zu gewaltigen, hohl brehcneden Wellen, die jedesmal einen verlockenden Tunnel bildeten.
Die größe der Wellen konnte er kaum einschätzen, aber seine Erfahrung sagte ihm, daß es eine beachtliche Brandung war.
Ohne zu zögern, schwamm Daniel auf das Riff zu und erwischte eine erste Welle. Bis die Nacht endgültig hereinbrach, war er einige Male gesurft und fühlte sich wieder quicklebendig.
In seiner Begeisterung hatte Daniel gar nicht wahrgenommen, wo er überhaupt gelandet war.
Das Riff war die Verlängerung einer gewaltigen Felsenküste, die wohl zu einer Insel gehörte, die größer war als alles, was er jemals gesehen hatte.
Jetzt, da die Dämmerung den Himmel verdunkelte, bemerkte Daniel auch, daß Hunderte von Lichtern die Küste der Insel erleuchteten. Einige von ihnen bewegten sich nicht, während andere sich in einer Reihe hintereinanderschoben, bald verschwanden und bald wieder auftauchten. Das überraschte ihn wirklich sehr.
Er war an die Dunkelheit der Nacht gewöhnt und hatte gelernt, Mond und Sterne, die am Himmel leuchten zu lieben.
Es war ein langer Tag gewesen, und Daniel war sehr müde. Er würde erst am nächsten Tag versuchen herauszufinden, was diese Lichter waren; jetzt war es am wichtigsten, gut zu schlafen und sich morgen früh als erstes in die Wellen zu stürzen.

Daniel lächelte:
Ich fühle mich so, als würde ich morgen zum erstenmal in meinem Leben wellenreiten, so lange ist es schon her. Ich bin schon zehntausendmal gesurft und werde es wahrscheinlich auch zehntaused weitere Male tun. Ich weiß genau, daß ich es trotzdem nie satt haben werde - warum nur ?
Es gibt Dinge, die du mit den Augen nicht sehen kannst.
Du mußt sie mit den Herzen sehen,
und das ist das Schwierige daran.
Wenn du zum Beispiel in dein Inneres blickst und spürst,
daß dort ein junges Herz schlägt,
werdet ihr beide mit deinen Erinnerungen
und seinen Träumen losziehen
und einen Weg durch jedes Abenteuer,
das man Leben nennt, suchen,
stets bestrebt, das Beste daraus zu machen.
Und dein Herz wird niemals Müde werden oder alt ....

Wenn wir alle das, was wir tun, genauso angehen könnten, hätte unser Leben einen tieferen Sinn,
dachte er. An diesem Abend ging Daniel schlafen, wie Träumer es tun: den Blick voller Spannung auf die Zukunft gerichtet, das Herz überbordend vor Freude.
Er wußte, daß er am nächsten Tag wunderbar surfen würde, und dann wußte er gar nichts mehr.
Er schlief sofort ein. Auf den ersten Blick sah die Küste, die er am Abend zuvor entdeckt hatte, völlig anders aus. Die Lichter waren verschwunden, dafür standen gewaltige Gebäude an den Klippen.
Er nahm an, daß irgendwelche Lebewesen sie errichtet hatten,denn ihm war so, als bewege sich etwas an Land.
Sollte er versuchen herauszufinden, was da vor sich ging ?
Auf keienm Fall beschloß er. Er war mit einem klaren Ziel von weit her gekommen: in Erfahrung zu bringen, wer er war und wohin er ging, und durch die perfekte Welle den Sinn des Lebens zu finden.
Das war sein Traum. Und so steuerte er wie geplant auf das Riff zu, um sich an diesem zauberhaften Ort, den er gefunden hatte, zum erstenmal in die Wellen zu stürzen.
Die Dünung war offenbar in der vergangenen Nacht am stärksten gewesen, trotzdem gab es noch genug Wellen, auf denen man reiten konnte.
Von der Küste her wehte ein leichter Wind, das Wasser war warm und auch die Luft. Mit so einer Brandung, die an die zwei Meter hoch schlug, herrschten ideale Bedingungen.
Daniel erwischte seine erste Welle und merkte, daß sie sehr schnell hochschlug, ehe sie im flachen Wasser hohl über dem Riff brach.
Er mußte gehörig aufpassen, um nicht gegen die rasiermesserscharfen Felsen des Riffs zu prallen. Die nächste Welle würde er sehr nehmen und parallel zum Ufer abreiten.
Der erste Wellenabschnitt hatte großen Schub, und er mußte kräftig paddeln, um sie zu erreichen. Dann baute sich die Welle zu einer massiven, aber langsam voranrollenden Wand auf, an der er extreme Manöver ausprobieren konnte. Schließlich schloß die Welle ihn im letzten, sich überschlagenden Stück des Tunnels ein, so daß er das Gefühl bekam, selbst ein Teil des Meeres zu sein ....

Es war ein so fazinierendes Erlebnis, daß Daniel, wie immer beim Wellenreiten, jedes Zeitgefühl verlor. Immer wieder schwamm er zu seiner Ausgangsposition zurück und warf sich in die Wellen, bis er vollkommen erschöpft war.
Daniel Delphin war so glücklich wie seit langem nicht mehr. Endlich hatte er etwas gefunden, das all seine Bemühungen wert war. Jetzt spürte er mehr als je zuvor, daß es richtig gewesen war, den Schwarm und seine Insel zu verlassen, um seinen Horizont zu erweitern.

Durch unsere Entscheidungen
definieren wir uns selbst.
Allein durch sie können wir unseren Worten und Träumen
Leben und Bedeutung verleihen.
allein durch sie können wir aus dem was wir sind,
das machen, was wir sein wollen.

Die Stunden vergingen wie im Flug. Daniel wußte zwar nicht, wie lange er schon Wellen ritt, aber er begann, müde zu werden, und beschloß noch eine letzte Welle zu nehmen und sich dann auszuruhen.
Daniel nahm seine letzte Welle in Angriff, doch mitten in der Startphase verlor er plötzlich seine Konzentration und versank im Wellenhang. Er wußte was nun passieren würde.
Die Welle brach über ihm zusammen und schleuderte ihn gegen felsigen Grund. Er spürte, wie sein Schwanz und Flossen dagegen schlugen und sein Körper von einem Felsen zum nächsten prallte.
Schließlich ließ die Welle ihn los.Zum Glück war er diesmal ohne schwerere Verletzungen davongekommen.
Aber was hatte ihm die Konzentration geraubt ?
Hatter er wirklich gesehen, was er meinte, gesehen zu haben ?
Es war unmöglich, und so starrte er noch einmal hin.
Er konnte es nicht glauben. Fünfzig Meter von ihm entfernt, in derselben Brandung, erblickte Daniel Alexander Delphin ein sonderbares Wesen, das genauso auf den Wellen ritt, wie er selbst es tat, seit er denken konnte.
Der merkwürdige Surfer erwischte eine Welle und fuhr die gleichen Manöver, die Daniel sich in einem Riff zu Hause erarbeitet hatte. Das Wesen war anders, aber sein Surfen war genauso schön ...
Dann fiel ihm noch etwas auf. Es war nicht nur ein Wesen, sondern es waren zwei; offenbar waren sie gemeinsam gekommen, um diesen wundervollen Moment im Meer miteinander zu teilen. Die Art, wie sie surften, deutete darauf hin, saß sie schon einige Erfahrung hatten.
Wirklich, diese Geschöpfe kannten sich im Wellenreiten aus. Bei jeder neuen Welle vollführten sie eine Reihe von gewagten Manövern, die jeden anderen Surfer nur inspirieren konnten.
So beschloß Daniel, die beiden auf die Probe zu stellen. Als die nächste Serie von Wellen nahte, schnappte er sich die erste, glitt senkrecht an ihrem Hang hinab und machte am Fuß eine Wende. Sofort paddelte einer der beiden SUrfer los, warf sich, als diese schon sehr steil war, in die nächste Welle und stürzte im freien Fall an ihrer Wand hinab. Daniel fuhr seine besten Manöver, ehe er aus der WElle hinausschwamm. Der sonderbare Surfer war Daniel ebenbürtig.
Jetzt blieb ihm nur noch eins: die beiden ansprechen:
Und wer seid ihr, woher kommt ihr?
Daniels frage wurde nicht beantwortet, aber die beiden Surfer begannen, sich miteinander zu unterhalten.
Hast du den Delphin gesehen?
Natürlich. Ich könnte schwören, daß er die gleichen Manöver versucht hat wie wir.
Das kann doch gar nicht sein. Woher soll ein Delphin das können?
Darüber ärgerte sich Daniel sehr.
Wofür halten die sich eigentlich ? Die sollten doch wissen, daß ich noch viel mehr kann.
Dann wurde Daniel plötzlich beuwßt, daß diese merkwürdigen Geschöpfe die Sprache der Delphine nicht verstanden. Während er verstehen konnte, was sie sagten, konnten sie die akustischen Signale, die er entsandte, nicht entschlüsseln.
Er bemerkte ausserdem eine gewiße Überraschung in ihren Augen, sie hatten keine Angst vor ihm; er spürte sogar das er ihnen willkommen war.
Dann sprachen die beiden Wesen weiter miteinander, und Daniel Hörte ihnen zu.

Dieser Delphin muß ganz schön viel Zeit in den Wellen verbringen.
Mensch, wenn wir so atmen könnten wie er, dann könnten wir es wahrscheinlich genauso lange draußen in den Wellen aushalten.
"Hüte dich vor einem Geschöpf namens Mensch", schoß es Daniel wieder durch den Kopf.
Er geriet in Panik. Dies waren die Geschöpfe, von denen er gehört hatte und die vermutlich verantwortlich waren für all die Zerstörungen, denen er auf seiner Reise begegnet war. Er brachte die Lichter auf den Klippen jetzt mit den Lichtern in Verbindung, die jene schwarze Sihlouette erleuchtet hatten, die dicht über dem Wasser zu schweben schien, Delphine tötete und das Meer zerstörte.

Ist dies das Ende meiner Reise ?
dachte er.
Werde ich jetzt sterben?

Dort, wohin du gehst,
gibt es keine Wege, keine Pfade,
du kannst nur deinem Instinkt folgen.
Du hast die Zeichen beachtet
und bist endlich angekommen.
Nun mußt du
den großen SPrung ins Unbekannte wagen
und selbst herausfinden:
Wer im Unrecht ist.
Wer im Recht ist.
Wer du bist.

Eine Stimme in Daniels Herzen sagte ihm, daß er, auch wenn er viel Schlechtes über dieses Geschöpf namens Mensch gehört und gesehen hatte, diesen beiden vertrauen konnte; denn er spürte, daß auch für sie das Wellenreiten eine Möglichkeit war, ihre Welt hinter sich zu lassen und ihre Träume auszuleben.
Daniel Delphin war so weit gekommen, weil er an sich selbst geglaubt hatte.Jetzt mußte er ein weiteres Mal seinem Instinkt vertrauen.
So blieb er noch eine Weile, denn er spürte, daß etwas Besonderes geschehen würde ...
Und dann sah er sie,sah, wie sie von Westen herannahte.
Es war die perfekteste Welle, die er jemals am Horizont hatte auftauchen sehen. Sie wälzte sich dem Riff entgegen, türmte sich auf, als sie den Korallengrund berührte, und bildete eine lange, hohl überfallende Wasserwand.
Daniel Delphin wußte, daß dies die Welle war, von der er geträumt hatte. Er schwamm los, um seine Startposition einzunehmen. Auch die anderen Surfer sahen die Welle und paddelten schnell an ihre Plätze.
Sie erwischten sie Welle alle drei, glitten senkrecht an ihr hinab und machten im Wellental eine radikale Wende. Daniel war als erster damit fertig und schleiderte seinen Körper wieder dem Wellenrand entgegen. Duie anderen Surfer folgten ihm mit gewagten Richtungsänderungen und Manövern in der Gischt.
Gegenseitig trieben sie sich bis zum Äußersten mit Manövern, die sie sich niemals zugetraut hätten.Während die perfekte Welle immer schneller voranrollte, begann sich das letzte Stück zu brechen, und die Surfer kamen der Erfüllung ihres Traums immer näher.
Sie brachten sich in Position und balancierten mit angehaltenem Atem zwischen Welltental und Kamm ...
Langsam und immer tiefer wölbte sich der Wellenrand über ihnen, bis sie dort angelangt waren, wovon alle Surfer träumen: im Tunnel.
Es war so, als hätte sich endlich einmal die universiale Sprache des Traumes durchgesetzt. Denn unabhängig von ihrer Herkunft verstand nicht nur Daniel Alexander Delphin, sondern auch die beiden anderen Surfer, die Bedeutung dessen, was sie getan hatten.
Und das Meer sprach zu ihnen:

Einige Dinge werden immer stärker sein
als Zeit und Raum,
wichtiger als Sprache und Lebensart.
Zum Beispiel, deinen Träumen nachzugehen
und zu lernen, du selbst zu sein.
Mit anderen das wunderbare Geheimnis
zu teilen,
das du entdeckt hast.

Daniel Alexander Delphin hatte an sich selbst geglaubt und war auf seiner Reise allen Zeichen gefolgt.
Jetzt war er endlich auf der perfekten Welle geritten und hatte dabei herausgefunden, worin tatsächlich der Sinn seines Lebens bestand: zu einer glücklichen und erfüllten Existenz zu finden, indem er seinen Traum verfolgte. Er hatte die Grenze überschritten, jenseits derer Träume Wirklichkeit werden, eine Grenze, die nur sah, wer auf die Stimme des Herzens hörte, und im Lichte dieser neuen Erkenntnis erschien Daniel Delphin sein Leben jetzt genau so, wie es sein sollte; und das gefiel ihm nicht, es begeisterte ihn ...

Die nächsten Tage verbrachte daniel mit den beiden anderen Surfern im Riff. Sie surften aus bloßer Freude an der Sache, lernten voneinander und tauschten Erfahrungen aus.
Bis er dann eines Tages das Gefühl hatte, daß es Zeit war heimzukehren. Nun konnte er zu seiner geliebten Insel zurückkehren, dorthin, wo seine Heimat war. Er hatte entdeckt, was er entdecken wollte; seine Suche war beendet. Es war Zeit, jene Wahrheit, die er herausgefunden hatte, an seinem Schwarm weiterzugeben.

Doch was würden die anderen Delphine denken, wenn sie ihn nach seinem vermeintlichen Tod wieder auftauchen sähen? Wahrscheinlich würden sie ihn für eine Art Geist halten, der von den Toten zurückkehrte.
Für Daniel Alexander Delphin, den Träumer, würde das eine lustige Anekdote werden. Er wußte, daß er ein Delphin war wie jeder andere, bis auf einen großen Unterschied: Er hatte beschlossen seine Träume auszuleben, indem er an sich selbst glaubte.

An diesem Nachmittag hatte Daniel, ehe er sich vom Riff verabschiedete, das wunderbarste Surferlebnis, das sich ein Wellenreiter im Leben vorstellen konnte.
Er ritt mit zwei Geschöpfen, die vollkommen anders waren als er selbst, auf denselben Wellen, empfand dasselbe Glücksgefühl wie sie und teilte dieselbe Überzeugungen. Die drei wußten, daß sie immer recht gehabt hatten, auch als noch alles gegen sie sprach.
Daniel tauschte einen letzten Blick mit den Surferfreunden aus und sah in ihren Augen das Spiegelbild seiner Seele.
Er hatte für sich den Sinn des Lebens gefunden, indem er seinen eigenen Regeln gefolgt war, jenen Regeln, von denen der Schwarm ihm tausendmal gesagt hatte, daß sie nicht funktionieren würden.
Jetzt wußte er endlich, daß alles, was er erreicht hatte, all seine Hoffnung und all seine Träume, einen Teil seiner Persönlichkeit ausmachten, und er war froh darüber ...

Nie würde Daniel Delphin den Tag vergessen, an dem er zurück in die Lagune seiner schönen Insel schwamm.
Es war der Vormittag eines warmen, sonnigen Tages, und als er nach so langer Zeit in seine geliebte Heimast zurückkehrte, vergoß er ein paar Tränen.
Der erste Delphin, der ihn erblickte, fiel fast in Ohnmacht.
Auf einmal geriet die ganze Routine des Inselalltags durcheinander.
War das wirklich Daniel, der im äußeren Riff verschollen war ? War der nicht tot?
Ehe die anderen reagieren konnten, sagte Daniel zu ihnen:

Ich habe euch vermißt, Freunde ...
Aber du warst doch tot,
sagte jemand.
Nein. Ich war nur in euren Augen tot. Ich habe eine Grenze überschritten, die eure eigene Blindheit errichtet hat, und so bin ich im Namen eures Gesetzes gestorben.
Sein alter Freund Michael erhob die Stimme:
Wir dachten, du seist tot, Daniel. Kein Delphin, der sich ins äußere Riff gewagt hat, ist jemasls zurückgekehrt.
Was meinst du mit "kein Delphin", Michael?
Siehst du mich nicht? Ich bin weit über das äußere Riff hinausgeschwommen und trotzdem zurückgekehrt. Dui hast gesagt, das sei nicht möglich, und es war doch möglich.

Wahrscheinlich, weil du jemand Besonderes bist.Jeder von uns, der es versucht hätte, wäre mit Sicherheit gescheitert.
Daniel Delphin begriff, daß er - wollte er duie anderen davon überzeugen, das gleiche tun zu können wie er - beweisen mußte, daß jeder von ihnen in seinem Leben schon einmal geträumt und diesen Traum tief in seinem Herzen vergraben hatte.
Ist denn ein Delphin, der seine Träume ignoriert, nicht in seinen eigenen Ängsten gefangen?
fragte Daniel.
Ein Raunen ging durch den Schwarm. Allmählich schlug die Stimmung um, und die anfängliche Überraschung der anderen Delphine verlor sich langsam.

Aber das Leben ist doch auch so schon hart genug,
sagte einer von ihnen.
Wer hat euch das erzählt, daß ihr auf die Welt gekommen seid, um zu leiden? Ihr solltet immer träumen und niemals Angst haben.
An diesem Morgen erzählte Daniel dem Schwarm von seinen Abenteuern jenseits des äußeren Riffs. Er erzählte ihnen, wie er gelernt hatte, den Zeichen zu folgen, indem er aud die Stimme seines Herzens hörte, und daß er einem Geschöpf namens Mensch begegnet war, das ihm gezeigt hatte, wieviel Gutes und wieviel Böses in uns steckte. Vor allem erzählte er ihnen aber von seinem Traum, dem Leben einen tieferen Sinn zu geben, und daß sich dieser Traum erfüllt habe. Und daß er ein Delphin mit den gleichen Ängsten und Hoffnungen sei wie jeder andere, bis auf einen Unterschied: Er hatte seinen Traum nicht aufgegeben.
Jemand sagte:

Du weißt doch genau, das wir fischen müssen, um zu überleben.
Wir müssen alle dafür sorgen, am Leben zu bleiben,
sagte Daniel ,
und daran ist auch nichts auszusetzen. Solange wir niemals vergessen, daß wir fischen, um ein erfülltes Leben zu führen und unsere Träume zu verwirklichen.
Willst du damit sagen, daß wir genauso glücklich sein können wie du?
Ich versuche, euch klarzumachen, daß ihrso glücklich sein könnt, wie ihr wollt. Ihr müßt nur träumen, damit ihr euch wieder daran erinnert, wer ihr wirklich seid. Es ist niemals zu spät, noch einmal von vorne anzufangen.
Zeig uns, wie man träumt, Daniel
Er sprach sehr langsam:
Das wirklich Geheimnis einer glücklichen, erfüllten Existenz liegt darin, daß man lernt, zwischen wahrem und falschen Reichtum zu unterscheiden. Das Meer, das uns umgibt, die Sonne, die uns Leben schenkt, der Mond und die Sterne, die am Himmel leuchten, all dies ist wahrer Reichtum,
sagte Daniel
Es sind zeitlose Dinge, die man uns gab, damit wir niemals vergessen, welch Zauber uns umgibt; damit wir immer daran denken, daß unsere Welt voll Wunder ist, die wir bestaunen sollten und die uns helfen können, unsere Träume wahr werden zu lassen.
Statt dessen haben wir uns eine eigene Welt errichtet, in der nichts als falscher Reichtum herrscht. Wir haben unsere Träume aufgegeben und akzeptiert, daß der Sinn des Lebens darin liegt, soviel zu fischen, wie wir können.

Daniels Stimme wurde traurig.
An diesem Punkt habt ihr aufgehört zu träumen. Ihr habt die wahren Reichtümer des Lebens genau so verleugnet, wie ihr mich verleugnet habt an jenem Tag, als ich zum äußeren Riff schwamm.Damit ist der Traum in euren Herzen gestorben, und mit ihm all eure Hoffnung und Zuversicht. Ihr habt vergessen, wie man träumt, dabei war dies die einzige Verbinmdung zu eurem wahren Selbst.Und plötzlich war sie fort.
Er sprach weiter:
Habt ihr jemals gesehen, wie eine Delphinjunges zur Sonne, zum Mond und zu den Sternen hochschaut? Es hält sie für etwas Magisches. Und wißt ihr warum? Weil sie in gewisser Weise auch sind. Ein junger Delphin hat noch Träume, und darum kann er noch Dinge sehen, die magisch sind, Dinge, die ihr nicht mehr sehen könnt. Genau das müsst ihr tun: träumen ...
An diesem Abend kam den Delphinen des Schwarms allmählich ihre Erinnerung zurück. Und als sie wieder träumen konnten, begannen sie, die Welt um sich herum zu bestaunen, jene Welt, die schon immer dagewesen war. Damit hatte der Schwarm den Grundstein für ein glückliches, erfülltes Leben gelegt.
Am nächsten Morgen hatte sich auf der Insel etwas verändert.
Es schien ein normaler Tag im Leben des Schwarms zu sein, doch in den Herzen der Delphine hatte eine Revolution stattgefunden. Ihre Augen leuchteten wie Sterne, und sie wirkten viel glücklicher.
Eine neue Zeit der Hoffnung war angebrochen.
An diesem Spätnachmittag tummelten sich lauter Anfänger im Riff, die sich im Wllenreiten versuchten; wer nicht surfte, genoß den letzten Schimmer des wunderbaren Sonnenuntergangs.
Endlich hatten sie ein wenig Zeit zum Leben gefunden.
Sie wußten wieder, wie man träumt. Daniel ALexander Delphin führte ein langes, schönes Leben. Er hörte nicht auf, zu reisen und neue Welten zu entdecken, in unbekannten Riffs zu surfen und jeden Sonnenuntergang von neuem zu bestaunen, das Leben voll auszuschöpfen und dabei immer weiter zu träumen ...

Bis er eines Tages in der Weite seines geliebten Meeres verschwand.
Man munkelte, daß er von einer riesigen Welle verschlungen worden sei. Er kehrte niemals zurück.
Doch dieselben Delphine, die ihn Jahre zuvor verleugnet hatten, weil er gegen das Gesetz des Schwarms verstieß, akzeptierten sein Schicksal nun.
In ihrenh Herzen war die Idee des Traumes herangereift, und sie wußten, daß es auch ihnen eines Tages gelingen würde, ihre Träume wahr werden zu lassen.
Sie wußten sicher, wie Daniel es gewußt hatte, daß ihre Reise ins Land der Träume begonnen hatte.

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Epilog

Michael Benjamin Delphin beschloß, daß er noch eine letzte Welle nehmen würde, ehe er zur Lagune zurückkehrte.
Nachdem er an ihrem Hang hinabgeglitten war, hatte er den schwierigsten Teil geschafft.Da die Welle nun langsamer wurde, blieb ihm nichts anderes übrig, als kehrtzumachen und zu warten, bis sie sich wieder steil vor ihm aufbaute.
Er bremste mit der Flosse ab und wartete darauf, daß der Rand der Welle sich krümmte. Langsam wölbte sie sich über ihm, und im Bruchteil einer Sekunde verschwand er im Tunnel. Schließlich schoß er hoch über dem Kamm hinaus und verließ die Welle.
Es war ein wunderbarer Tag zum Surfen gewesen, und er fühlte sich viel besser, jetzt , da er beschlossen hatte, sich in seinem Leben Zeit für Dinge zu nehmen, die er liebte und von denen er träumte.
Er schwamm zurück in Richtung Küste, hielt aber noch einmal inne, um den wunderschönen Sonnenuntergang zu betrachten.
Seine Gedanken kehrten in die Vergangenheit zurück.
Er erinnerte sich, wie er vor langer Zeit immer mit Daniel gesurft war und wie er selbst stundenlang aud die Wellen gestarrt hatte und sich, versunken in seinen Träumen, hoch oben auf einer jener riedenhaften Wasserwände schweben sah.
Er wußte jetzt endlich wieder,wer er war; er hatte den wahren Michael Delphin, der in ihm steckte, wiedergefunden. Und er war froh darüber.

In der Welt des Traums,
hatte Daniel einmal zu ihm gesagt,
ist alles möglich.
Michael starrte zum Horizont und dachte dabei an seinen Freund.
Eines Tages werde ich dich schon finden, Daniel,
sagte er zu sich selbst.
Dann werde ich dir das eine oder andere über das Wellenreiten beibringen!
Er schwamm weiter auf die Küste zu. Der mond stand hoch am Himmel, und die Sterne leuchteten heller als je zuvor.
Und dann hörte Michael Benjamin Delphin in der weite des Ozeans zum erstenmal die Stimme:

Es kommt eine Zeit im Leben
da bleibt einem nichts anderes übrig,
als seinen eigenen Weg zu gehen ...

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