Ambulante Psychiatrische Krankenpflege
Meine ersten Erfahrungen mit der ambulanten Krankenpflege habe ich 1998 gesammelt. Durch ein Gespräch im SPZ mit meiner Betreuerin, dem SPZ und mir kamen wir zu dem Entschluß das die alleinige Betreuung durch die WG betreuerin erstmal nicht ausreichen würde. Daruafhin holte ich mir eine Verordnung über Krankenpflege. Na ja vor der Genehmigung durch die Krankenkasse wollten die dann das ich erstmal zum MDK gehe, wo ich auch war und die hat dann ihren segen gegeben. Dann ging es daran eine ambulante zu finden. Dabei hat mir dann meine Betreuerin geholfen, es war ein recht großer Betrieb die das dann gemacht haben.
Doch leider haben die ein System gehabt wo man in Touren eingeteilt wird und somit ständig wechselnde Gesprächspartner hat. Weder die noch ich hatten überhaupt die möglichkeit einander kennenzulernen. Da ich auch nicht sehr gesprächsfreudig bin, war es sehr schwer da einen ständigen Austausch zu bekommen. Es ist auch was kompliziert wenn täglich andere kommen, dann trinkt man meist einen kaffe oder unterhält sich über irgendwas aber eigentlich nicht über wichtiges. Es gibt auch Probleme weil dann eine die einem nicht kennt dazu neigt zu überreagieren oder gar nicht zu reagieren wenn man nicht redet oder wenn man mal wieder die Medikamente nicht lieb und brav genommen hat. Kam schon manchmal der Vorschlag das ich in die Klinik gehen sollte aber da finde ich muß ich es selbst beurteilen und dann braucht in der Pflegedokumentation nicht zu stehen weigert sich in die Klinik zu gehen. Dafür aber ein anderes mal als ich wirklich zu ende war was ich aber selber nicht mehr genau mitbekomen habe weil ich zuviele Medis genommen habe und ein Freund die ambulante reingelassen hat die dann nur festgestellt hatte das ich nicht gesprächsbereit bin und wieder gefahren ist. o-) nicht gerade toll dann selbst irgendwie mal draufzukommen das man viel trinken muß um wieder klar zu werden, Das finde ich hätte die ambulante zumindest feststellen müßen und mir den Rat geben. Als mein Freund mir das mitteilte das die da waren und wieder gefahren sind habe ich erstmal gedacht mich laust der Affe. Weil das kann es ja wohl nicht sein. Okay die sind sicher nicht da um mich vollständig zu überwachen aber etwas aufmerksamer dürften sie schon sein.
Ich bin dann auch in die Klinik gegangen freiwillig und habe danach die ambulante abgelehnt und habe erstmal ohne weiter mich durchgewusselt. Waren ja leider nur 4,5 Monate weil dann war ich ja wiedermal in der Klinik. Dann habe ich nach dem Klinikaufenthalt oder besser schon während des Aufenthaltes mir mit hilfe der Klinik einen neuen ambulanten Pflegedienst gesucht.
Dem habe ich dann einmal im Dezember gehabt weil dann war ich ja wieder mal in der Klinik aber nun seit meiner Entlassung im März habe ich sie ständig. Dieser ambulante ist viel besser weil erstens haben die ein Bezugspflegesystem das heißt ich habe immer die selbe Krankenschwester. Mit außnahme von Urlaub usw.
Und die Krankenpflege hilft mir auch wirklich weil sie nicht nur zu mir nach kommt Hause um zu reden, was ja immer noch nicht meine Stärke ist. Wir unternehmen übungsgänge wie in die stadt gehen oder wenn was zu erledigen ist. Was ich für viel Sinnvoller halte weil so kann ich auch was lernen und einen nutzen aus der ambulanten ziehen. Mit diesem ambulanten Pflegedienst bin ich rundrum zufrieden, nur schade das auch da ein wechsel im Personal bevorsteht weil die Krankenschwester die mich bis jetzt hatte aufhört. Aber ich hoffe einfach das die oder der neue genau da weitermacht wo ich mit der einen aufhöre. Mit ihr kann man aber auch reden und nicht nur über so irgendwas sondern auch über das was man zur Zeit so wichtiges im Kopf hat.
Auch die Nachfolgerin war einfach Spitze, auch diese blieb bis zu unserem Wegzug aus der Stadt unsere Bezugspflege. Mit ihr haben wir so einiges klären können, auch in Bezug auf der WG.Wir vermißen Sie unheimlich seit dem wir nun 100km weit weg wohnen.Merkt man wobei sie einem immer geholfen hat, und das fehlt jetzt sitzt man oft da und sagt sich ach wäre doch nur frau ... da die wüßte wie man was machen kann.
Nun sind 8 Jahre vergangen seit der letzen ambulanten Betreuung. Seit Mai 2010 haben wir wieder ambulantes Betreutes Wohnen. Es sind 16 Stunden erstmal genehmingt im Monat. Auch wenn der andere Haufen nichts von dem zuständigen hält ich denke für uns kann es schon hinhauen.