Unser Lebenslauf

 

Wir sind 1972 geboren. Wir wohnten im Haus bei den Eltern unseres Vater in einem kleinen Dorf. Es war ein ständiger Kampf zwischen Mutter und unseren Großeltern . Mein Vater war selten zu Hause da er viel gearbeitet hat. Meine Mutter hatte somit die Erziehung von uns in der Hand.Wir haben eine Schwester und zwei Brüder.

Wir besuchten die Grundschule der Gemeinde und anschliessend wechselten wir auf die Hauptschule. Die wir 1988 mit der FOS-Reife abschlossen.

Den Ausbildungsplatz hatten wir uns extra bei einer großen Firma ausgesucht die gleichzeitig ein Jugenddorf dabei hatte und weit genug von unserem Ursprungsdorf weg war. Das war dann die Gelegenheit endlich mit 16 von zu Hause auszuziehen und die Lehre anzufangen. Um uns zu schützen wurden wir 4 Wochen fahrer. Sprich das man die Heimreise nur alle 4 Wochen antritt wenn überhaupt. Jeodch geholfen hat das nicht viel, denn man bekam noch Zusatzfrei damit es ein längeres Wochenende ist, was aber für uns bedeutete das wir auch dann länger in der "Hölle" sind. Wir haben oft dann die anderen Wochen gebraucht um überhaupt wieder auf die Reihe zu kommen. Im Jugendorf gab es viele Beschäftigungsangebote, wir haben uns da sehr stark für die Sportangebote interessiert, seit dem können wir Kajak fahren, Fußballspielen, Skifahren, und Bobfahren. Wir haben mehr Zeit mit dem Trainig für Wettkämpfe verbracht als den Lehrstoff zu lernen :-)

Durch die Ausbildung haben wir uns was schwer getan, nicht das uns der Lehrstoff gerade schwer gefallen ist. Es haperte was an der Diziplin, und unser Chef hatte es nicht gerade leicht. Wir hatten viele Fehlzeiten die zwar mit dubiosen Krankmeldungen abgedeckt waren, wo wir unserer anderen Aufgabe nachzugehen hatten. Trotzdem hielt er immer zu uns und mit einem Jahr verlängerung hatten wir dann 1993 endlich unsern Facharbeiterbrief. Wir sind in der Firma geblieben und unser Ausbildungsleiter wurde dann unser Dienststellenleiter, was besseres konnte gar nicht geschehen.

Wir haben erst 4 Jahre im Aussendienst gearbeitet für die Firma. Nebenbei sind wir noch was Taxi gefahren. Dann wegen einem Aufenthalt 1997 in der Psychiatrie mußten wir in den Innendienst wechseln. Zu der Zeit sind wir dann auch umgezogen in eine Betreute Wohngemeinschaft. Dann haben wir noch zwei Jahre versucht im Innendienst in der Werkstatt zu arbeiten. Was aber gar nicht unser Ding war. Und ein Klinikaufenthalt folgte dem nächsten. Da man in Deutschland nach 18 Monaten der gleichen Krankheit kein Krankengeld mehr bekommt und es für die Firma nicht mehr auszugleichen war das wir ständig fehlten. Bekommen wir seit 1999 Rente.

Seit dem wir die Rente erhalten versuchen wir uns selbst eine Tagesstrukktur zu schaffen, eine weile sind wir in einer Tagesstätte gewesen, war nicht so toll da es eine glatte Unterforderung darstellte. Nun sind wir wieder mit einer Geringfühgigen Beschäftigung auf dem Arbeitsmarkt mehr ist auch nicht drin.

Einen Job haben wir nun die letzen vier Monate mehr oder weniger ausgeübt, war halt ein Wetterabhängiger Job. Aber mir hat es spaß gemacht. Und werde mir auch noch einen nachfolgenden Job suchen. Auch wenn die anderen jetzt wieder meckern werden. Okay die letzte Arbeitswoche mit 63 Stunden war wohl zuviel. Aber dafür hatten wir ja drei Wochen vorher nicht gearbeitet wegen Schlechtwetter.

Als weiteren Schritt planen wir dann uns auf eigene Füße zu stellen und eine Wohnung zu nehmen.
Was wir zwar schon jetzt im Herbst erreichen wollten. Aber durch das schlechte Wetter haut es halt finanziell noch nicht hin :-(
Aber wir werden es nicht aus den Augen verlieren können, da eh schon Bewerber interesse auf unser Zimmer in der WG angemeldet haben, gibt halt nicht soviele Betreute WG`s hier und da ist die Nachfrage groß wenn gehört wird da wird bald ein Platz frei.

 

Nach dem wir im letzten Job nicht genügend gearbeitet, haben um unsern Wunsch einer eigenen Wohnung zu erfüllen.
War halt ein typischer Sommer in Germany voll veregnet
:-(

Haben wir nun seit September 01 einen neuen Job. Viele Stunden wenig Kohle. Aber der Job liegt ihr. Eigentlich wollte sie gar nicht dort die Geschäftsführung mitregeln, ergab sich einfach.



Im Mai 02 wurde es dann noch mal chaos pur. Irgendwer meinte nun ist es endlich Zeit eine Wohnung zu nehmen. Urplötzlich lag ein Mietvertrag fern ab von unserm jetzigen Wohnort vor. So das unserm Host gar keine Wahl blieb den Umzug zu regeln.



Seit Juni 02 haben wir nun ein eigenes Reich, ob es dadurch besser ist wird sich zeigen. Im Moment fällt einigen die Umstellung doch recht schwer

.

So das wir trotzdem noch oft zu den anderen in der WG fahren. Manchmal nehmen wir das dort auch als Schlafmöglichkeit noch gerne in Anspruch. Denn hier kommen wir noch nicht so zur Ruhe.Und da unser Host ja seine Arbeitsstelle noch weiter da hat ist es auch kein Problem trotz der Entfernung den Kontakt zu halten

.

September 2002 Den Job hat unser Host nicht mehr ausführen können/wollen. Nun sitzen wir schon Zwei Monate täglich zuhause in der Wohnung fest. Den Kontakt mit der Wg haben wir nicht mehr, nur noch zu einem der Mitbewohner.

Wir haben kein Netz hier, da ohne Job auch nicht gerade viel Grund für einige besteht noch raus zu gehen. Weder ein Betreutes Wohnen, noch ambulante Krankenpflege und auch keine vernünftigen Ärzte. Versuchen uns wohl gerade mal mehr schlecht als recht durchzuboxen.

Die Therapeutin hatte der Host zum Glück noch beibehalten, zu der fährt sie obligatorisch alle paar Wochen.Auch wenn ich denken das die nicht die Richtige ist. Bin ich auch etwas froh das es wenigstens sie gibt zur Zeit.Sie sagt zwar der Umzug ist eine Selbstverletzung. Wo ich denke ja das kann hinkommen.

Die Therapeutin hat nun einen Verlängerungsantrag für die Rente mit dem Host zusammen gestellt. Ich sage das haut schicher hin. Der Host sagt das wird nicht verlängert. Jedoch soll Sie mir mal bitte sagen wie sie so noch Vollzeit arbeiten gehen will, auch wenn sie es möchte.

Alle Bewerbungen auf eine Geringfügige Tätigkeit verlaufen zur Zeit wohl immer negativ.

November 2002 Wir haben Glück gehabt ein Freund hat uns eine Tätigkeit von 12 Wochen Stunden Angeboten in seinem Betrieb. Ein kleiner sehr gut zu überschauender Betrieb. Gerade mal zwei Beschäftigte sonst nichts, ich denke das kommt dem Host entgegen.

Die Begutachtung wegen der Verlängerung der Rente war auch. Der Gutachter war ein zuvorkommender und einfühlsamer Mensch. Ich glaub ich darf sagen das in den Biologischen 30 Jahren die wir zählen, wir noch keinen Arzt dieser Art begegnet sind.

 

Wie ging es weiter. Trotz dem Gutachter wo wir ein gutes Gefühl hatten, war der Medizinische Dienst nicht zufrieden zu stellen. Er forderte im Januar ein Dauergutachten vom LKH. Dort wollte aber keiner rein.da dieses eine rehospitalisierung bedeutet hätte. Das einzige was uns auch davor gerettet hat, waren die hohen kosten des LKH in den Kostenvoranschlag. So das doch noch einmal darauf verzichtet wurde.

 

Also bekamen wir im März zwar einen positiven Bescheid aber meine doofheit war das ich dieses auch den Ämtern mitteilte die jetzt seit Januar endlich uns was an Geld gaben. Schwerer Fehler. Da diese sofort alle Leistungen einstellten mit der begründung jetzt ist Rentenkasse für Sie zuständig. Nur das die nicht sofort zahlen sondern da zwei Moante zwischen liegen.

 

Da wir nun zwei Monate ohne Leistung sein würden, unser Vermieter das auch nicht gut fand. Wir nichts zu knabbern hatten. Nahmen wir gerne eine Einladung an zu jemanden zu fahren Ende März.
Ein Weg Quer durch Deutschland ins ungewisse. Wird sie es mit uns aushalten, werde ich es mit Ihr aushalten. Na ja eine Zugverbindung für die Rückfahrt noch am selben Tag wurde schon einmal mitgenommen. Man weis ja nie wozu sowas gut ist ;-)
Die Fahrt dahin hatte auch noch einen anderen Grund, das wir weg kamen von den T*terkreisen. wenigstens etwas Pause und das ohne Psychiatrie.

 

Die Ankunft dort am BHF war schon sehr nervös. Es war für mich bis dahin unbekannt was mich wohl erwartet, außer im Messenger und Internet haben wir uns nie gesehen vorher, und wohl für sie genauso ein Sprung ins kalte Wasser.
Ich weis nicht ob es leichter nun war für Sie das sie vorher schon wusste da kommt wohl ein ganzer Haufen in einer Person, oder ob es die Entscheidung zur Einladung nur schwerer machte.

 

Ja sie hat es mit mir und dem anderen ausgehalten. Aus einem wie ich meinte befristeten Aufenthalt ist mehr geworden, eine Partnerschaft. Ja ich habe eine Partnerin. :-)
Ich denke auch die meisten anderen kommen gut mit ihr zurecht, klar einige werden sie wohl h*ssen. Ist auch eine Umstellung, für die anderen genauso wie für mich. Wieder ein Umzug, mehr entfernung von einigen negativen Sachen was ich als positiv sehe. Jedoch einige andere aber halt als negativ einschätzten.
Ich denke es muss ein Sch*ss Gefühl sein wenn man in ein Zimmer geht, und vorher gar nicht weis wer/was erwartet mich jetzt da drinnen. Ich oder wer anderes von uns.
Ich glaube zwar das sie recht gut damit umgehen kann, sonst würden wohl auch nichgt soviele wechsel hier stattfinden. Wieviele genau weis ich ja nicht einmal, muss aber wohl doch manchmal recht Stressig hier zugehen ;-) Wäre auch schön wenn sie dann wüsste ob sie nun mich alleine hat, oder ein anderer im hintergrund wieder lauert..

 

Mitlerweile habe ich sogar einen kleinen Job hier, nicht das goldene vom Ei. Aber immerhin durchschnittlich 12 Stunden die Woche, und das ist erstens für mein Konto nicht schlecht und zweitens auch eine beschäftigung..

 

Nun steht für die Zukunft wieder eine Therapie an. Weil so ist es nicht tragbar. Ehrlich gesagt denke ich oder hoffe ich das es diesmal was wird. Das ich eine Thera finde die mich nicht fragt ob ich was getrunken hätte oder so wenn ich mal nicht weiß was vorher war.
Eine Externe Therapie dabei hoffe ich darauf, das es positiv verläuft, und es wieder aufwärts geht.
Das auch eine stabilität hier herein kommt. Ich / Wir nicht alles an meiner Partnerin abladen..

 

Über eine Stiftung die wohl gut darin sein soll die passenden Therapeuten zu finden, kamen wir an einem Therapeuten. Es beschränkte sich auf zwei besuche.Denn ich kam schon mal gar nicht klar mit seiner Art. Eigentlich war ich ein wohl ein reines VErsuchsobjekt. Damit er oder wer anders an der Uni sowas lernen kann. Schade. Nun sitze ich wieder ohne da. .

 

November 2003 ging es rapide mit meiner Partnerschaft dann abwärts.Woran das lag gehört aber nicht hier her sondern in den Memberbereich eher. .

 

Dezember 2003 ist leider die alte dame verstorben, ich habe mir im Januar wieder eine Stelle in dem Bereich Demenzkranke besorgt. Zu der Dame bekomme ich aber keinen Draht. Weis auch nicht woran das liegt. Vielleicht auch weil Ihr Ehemann immer dabei ist.
Ich versuche trotz ihren Trotzaktionen sie so freundlich wie es geht zu behandeln. Weil ich denke dadurch das sie so ruhiggestellt wird mit Medikamenten kann sie nicht einmal was dafür. Da läuft in der Pflegeplanung halt absolut alles schief. Ich versuche sie alle zwei Wochen an den WOchenenden zu mobilisieren indem ich mal was rausgehe mit ihr oder male. Nur den Rest der zeit macht keiner was. Wenn ich Samstags da ankomme und höre sie war schon wieder die ganze Woche nicht einen Meter vor die Türe finde ich es scheiße und kann nicht einmal was sagen, weil es nicht in meiner macht liegt, in die Pflegeplanung einzugreifen. .

 

Februar 2004 wieder eine neue Wohnung, umzug war innnerhalb einer Woche erledigt.Gleichzeitig habe ich die Wohnung der anderen alten Dame übergabe fertig gemacht.Dank meiner Klassen Hausärztin habe ich jetzt einen Therapeuten. Und ich glaube nach den 5 mal wo ich da war kann ich sagen der ist um Klassen besser als alles was ich bisher hatte, mit ihm könnte ich sicher weiterkommen. Diese Chance darf ich nicht vergeben. Ich muss mich um alles in der Welt darum bemühen das ich auch mit ihm reden kann. Was wohl mein größtes Manko noch immer ist, übers Wetter kann ich gut reden, nur über mich fehlt halt immer noch der klick in meinem Schädel das dieses geht..

 

März 2004 Nun habe ich sehr viel leerlauf. Aber das wird sich wohl auch ändern weil Ich den Gartenpflege bei der neuen Patientin übernommen habe. Darf ich nach freien Wünschen gestalten und in den Gewächshäusern anpflanzen was ich will.Aber dadurch das die mir ihrem Garten geben, ich kommen darf wann ich will. Machen darf was ich will. Ist es doch eigentlich auch wieder ein Zeichen das die mich als Pflegekraft akzeptieren. Was mich stört ist nur das die jetzt auch schon mit dem euch und ihr anfangen.Zu der Anderen Dame hatte ich halt ein anderes Verhältnis und denke der hätte man vertrauen können, bei denen jetzt bin ich mir da nicht sicher.

 

Nach einigen Trennungen von der ersten und einzigen Person die ich jemals liebte kam von ihr im Februar 2005 die frage: Willst du mich heiraten.Denn wir können nicht ohne und auch nicht miteinander. dann kann man auch heiraten :-).

 

Also war es an mir die Hochzeit zu planen, Zum Standesamt waren wir am 1.4.2005. Einige Gäste fragten doch ob wir einen Aprilscherz treiben wollten, dafür wäre eine Anreise von 500km und urlaubseintrag nicht lustig. Die Kirchliche haben wir weggelassen weil ich dachte sie wollte es und ich wollte sie nicht. Sie eher umgekehrt und dann kam die feststellung das wenn man das macht sitzen defenitif nicht diejenigen die heiraten da in der Kirche.

 

Nun sind wir schon 20 Monate verheiratet und immer noch keine Scheidung geplant ;-) Ich werde eh nein sagen, was bei einer Lebenspartnerschaft nach dem Gesetz dann bedeutet 3 Trennungsjahre anstatt nur eins :-) Genug Zeit immer wieder Ja zu sagen :-)

 

Mittlerweile sind es über 5 Jahre eingetragene Lebenspartnerschaft, das andere System geht immer mehr bergab. Wie lange das noch gut geht keine Ahnung.

fortsetzung folgt.....